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Vergangene Neuigkeiten - Archiv



18.02.26: Vereinssitzung - Klimabilanz 2025 + Praxisergebnisse PV

Wir treffen uns am 18.02.2026 um 19:00 Uhr im Bürgerzentrum Mühlenberg, Von-Stauffenberg-Str. 5 in Fröndenberg.

Folgen Themen sind vorgesehen:

  1. Bilanz des Energiejahres 2025 und Ausblick auf 2026
    Hierzu wollen wir uns die Daten aus Agora Energiewende und vom Fraunhofer Institut (Energy Charts) anschauen und gemeinsam diskutieren
  2. Faktenbericht über den mehrjährigen Betrieb einer PV-Anlage mit Batteriespeicher, E-Auto und Wärmepumpe
    Wenn man sich heute für eine PV-Anlage entscheidet, hat man meist nur Prognosen und einen Blick in die Glaskugel, wie sich das Ganze wohl in 20 Jahren rechnet. Wir wollen daher auf eine 7 Jahre alte PV-Anlage schauen. Hier kann man schon sehr gut ablesen, was die Anlage nach 7 Jahren in der oben beschriebenen Konstellation real gebracht hat und dies mit aktuellen Angeboten vergleichen. Eine Prognose für heutige Anlagen wird damit besser untermauert.

Apropos: Wer die Vorträge vom Techniktag nochmal nachlesen möchte, dem schicken wir gerne die Charts als pdf zu. Bitte kurze Info an unsere Adresse.

Und hier der Hinweis auf die weiteren Termine: bitte schon mal vormerken, separate Einladung folgt

  1. Mittwoch, den 11.03.2026:
    Vortrag: Dynamische Stromtarife und §14a EnWG
    Prof. Thomas Papenkort, FH Südwestfalen, FB Elektrische Antriebstechnik
  2. Mittwoch, den 22.04.2026:
    Jahreshauptversammlung Renergie e.V. um 19:00 Uhr im Bürgerzentrum Mühlenberg in Fröndenberg

30.12.25: Vereinssitzung - Techniktag

Wir treffen uns am Dienstag, den 30.12.25 um 15:30 h im Bürgerzentrum Mühlenberg, Von-Stauffenberg-Str 5 in Fröndenberg.

Liebe Klimaschützer und Freunde von Renergie,

der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. führt auch in diesem Jahr wieder den Techniktag durch, wie immer zwischen Weihnachten und Neujahr.

Normalerweise berichten wir dann über die Vorträge, die wir im laufenden Jahr bei den verschiedensten Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz, entweder in Präsenz oder auch durch Teilnahme an Webinaren oder anderen Online-Konferenzen gehört haben.

Diesmal wollen wir jedoch den Fokus auf die E-Mobilität setzen. Wir halten dies für ein sehr interessantes Thema, nicht nur weil es aktuell in der Bundes- und Europapolitik mit dem Verbrenner-Aus hoch her geht, sondern auch weil das E-Auto mittlerweile in vielen Familien als potentiell nächstes Fahrzeug diskutiert wird. Das E-Auto hat inzwischen die meisten der bisher diskutierten Nachteile verloren. Dies wird auch in den aktuell steigenden Zulassungszahlen für batteriebetriebene Autos deutlich.

Wir wollen Fakten sprechen lassen und die Mythen der E-Mobilität entzaubern.

Unser Renergie Mitglied Uwe Jansen, Ingenieur für elektrische Energietechnik, wird uns einige Grundlagen erläutern, aber auch auf Batterien und Ladetechniken eingehen. Dazu werden wir die immer wieder diskutierten Argumente und Vorbehalte der Zweifler der E-Mobilität beleuchten, aber auch versuchen, den aktuellen technologischen Stand wiederzugeben, soweit er in den entsprechenden Fachmedien berichtet wird. Sicherlich gibt es auch den ein oder anderen Seitenhieb auf die Politik.

Letztendlich wollen wir untereinander diskutieren und auch die verschiedenen Erfahrungen diverser E-Mobilisten aus unseren Reihen miteinander austauschen. Hierzu machen wir es uns bei Kaffee und Kuchen und anderen Getränken ein wenig gemütlich und planen ca. 2 bis 2,5 Stunden ein. Gerne darf diese Einladung auch weitergegeben werden.

Wir freuen uns auf einen netten und interessanten Diskussions-Nachmittag. Bitte geben Sie uns eine kurze Rückmeldung (info@renergie-ruhr-hellweg.de), ob Sie an dem 30.12. kommen wollen.

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende. Es war für den Klimaschutz in Deutschland, aber auch weltweit ein schwieriges Jahr. Nicht zuletzt die politischen Veränderungen in der Welt und auch in Deutschland haben dazu geführt, dass der Klimawandel nicht mehr so ernst genommern wird. Dabei schreitet der CO2-Ausstoß, der Erderwärmung, die Gletscherschmelze, der Anstieg der Meeresspiegel immer weiter und teilweise sogar schneller voran. Auch die Zunahme der weltweiten Unwetterkatastrophen aller Art scheint die Menschheit mehr und mehr hinnehmen zu wollen, unabhängig was das für die einzelnen Gesellschaften bedeutet. Es gibt zwar Fortschritte im Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und weltweit, aber dies ist natürlich alles viel zu wenig.

Wir werden als Bürgerenergieverein weiter für den Ausbau der erneuerbare Energien in unserer Region kämpfen und wollen auch im nächsten Jahr für die lokale Energiewende eintreten.

Ihnen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und für alle, die am 30.12. nicht kommen können, wünschen wir jetzt schon alles Gute für das neue Jahr 2026.

Sonnige Grüße

Der Vorstand


Strom und Wärme erneuerbar machen

Nachlese zur Informationsveranstaltung zu erneuerbaren Energien im Ein- oder Zweifamilienhaus

06.10.2025

„Strom und Wärme erneuerbar machen“. Dies war das Thema einer Informationsveranstaltung von Renergie Ruhr-Hellweg e.V. am 25.09.2025 in der Kulturschmiede in Fröndenberg. Hausbesitzer konnten hier erfahren, was zu tun ist, wenn ihre alte fossile Öl- oder Gasheizung in den nächsten Jahren erneuert werden muss.

Vortragende Infoveranstaltung 25.09.2025
Bernd Molitor - Vorsitzender Renergie Ruhr-Hellweg e.V.
Michael Freitag - Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg-Wickede
Carsten Peters - Verbraucherzentrale NRW in Arnsberg
Moderator Florian Jonnaert - Renergie Ruhr-Hellweg e. V.

Carsten Peters von der Verbraucherzentrale NRW in Arnsberg machte in seinem Vortrag den über 70 Bürgerinnen und Bürgern im Saal deutlich, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien auch bei der Wohnraumbeheizung kommen wird. Man muss aber nicht in Panik verfallen, da das Gebäudeenergiegesetz dem Hauseigentümer einerseits lange Übergangsfristen gestattet, andererseits aber auch eine frühere Umstellung stärker fördert. Klar ist, dass ab 2045 Schluss ist mit der fossilen Energie und dann kein Öl- oder Gas aus fossilen Quellen mehr verbrannt werden darf. Wärmepumpe, Pelletheizung und Solarenergie sind die erneuerbaren Alternativen, die sich laut Peters am langen Ende aber auch wirtschaftlich rechnen.

Michael Freitag, Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg-Wickede blies ins gleiche Horn und führte aus, dass Gas perspektivisch ein Auslaufmodell ist und sich die Stadtwerke auf diese Situation einstellen. Man fokussiert sich auf den Ausbau des Stromnetzes, der laut Freitag Investitionen zwischen 80 und 120 Mio € bis 2045 allein im Versorgungsnetz Fröndenberg-Wickede erfordert. Ob es alternativ zum Gasnetz eine Chance für ein Wärmenetz geben wird, kann man erst nach Erstellung einer Wärmeplanung für Fröndenberg beurteilen. Die Stadtwerke gehen dieses Thema jetzt an.

Allen Teilnehmenden wurde klar, dass die Umsetzung der Energiewende eine große Herausforderung für Stadt, Stadtwerke und Bürger sein wird. Sie bietet aber auch große Chancen, da die erneuerbaren Energien zu einem guten Teil vor Ort erzeugt werden können. Dies schafft Wertschöpfung für die Region und stärkt die Unabhängigkeit von Energieimporten, auch von teils fragwürdigen Staaten.


25.09.25: Informationsveranstaltung zu erneuerbaren Energien im Ein- oder Zweifamilienhaus

01.09.25

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg führt erneut eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger zum Klimaschutz durch.

Flyer Info 25.09.2025

Diesmal geht es um das Einfamilienhaus und die Umstellung auf erneuerbare Energien. Auch wenn das Thema Klimaschutz nicht mehr den Fokus bei den Bürgern zu haben scheint, so beschäftigt der Austausch alter Öl- und Gasheizungen Hausbesitzer nach wie vor. Der Klimawandel schreitet eben unaufhörlich weiter voran. Die Bürger erkennen, dass eine Umstellung früher oder später notwendig ist und am langen Ende auch wirtschaftlich sein kann. Der Rummel um das frühere Heizungsgesetz hat sich etwas gelegt, die neue Bundesregierung scheint den Weg, wenn auch etwas gebremst, im Prinzip weiter fortzuführen.

Technologie und Preise bewegen sich langsam in die richtige Richtung, so dass die Entscheidung für den Umstieg auf fossilfreie Energie für viele in den nächsten Jahren wahrscheinlicher wird.

Denoch stellen sich viele Fragen.

Renergie Ruhr-Hellweg hat hierzu mit Carsten Peters von der Verbraucherzentrale NRW Arnsberg und Michael Freitag, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg-Wickede, zwei Experten eingeladen, die auf diese und weitere Fragen Antworten geben möchten.

Programm:

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 25.09.2025 um 18:30 Uhr in der Kulturschmiede in Fröndenberg statt. Der Eintritt ist frei, Anmeldung auf info@renergie-ruhr-hellweg.de ist erwünscht.

Die Veranstaltung wird gefördert durch:

Logo Volksbank

25.09.25: Informationsveranstaltung zu erneuerbaren Energien im Ein- oder Zweifamilienhaus

08.07.25

Zur Umstellung auf erneuerbare Energien im Ein- oder Zweifamilienhaus werden wir wieder die Bürger informieren, was Stand der Technik ist, wie die Förderung der neuen Bundesregierung bis dann ausschaut und welche Probleme wir speziell in Fröndenberg zu lösen haben. Die Veranstaltung wird am 25.09.2025 in der Fröndenberger Kulturschmiede stattfinden. Bitte dies schon mal als Vorabinfo im Kalender eintragen. Wir melden uns nach den Sommerferien mit weiteren Details.


Unna: Klimademo mit 250 Bürgern

14.02.25

Am Freitag, 14.02., fanden in vielen Städten Demonstrationen für mehr Klimaschutz statt. Insgesamt gingen mehrere tausend Menschen auf die Straßen. So kamen auch in Unna geschätzt 250 Bürger zur Klimademo und forderten mehr Klimaschutz seitens der Politik.

Mitglieder des Vereins Renergie Ruhr-Hellweg war ebenfalls mit dabei und Bernd Molitor, 1. Vorsitzender, hatte Gelegenheit eine Rede zu halten:

Ansprache am Klimastreik in Unna, 14.02.2025. Bernd Molitor, Renergie Ruhr-Hellweg e.V.

Der Klimaschutz geht uns alle an – so der Leitspruch unseres Bürgerenergievereins. Klimaschutz muss uns alle angehen, weil es jeden und alle betrifft. Doch man hat den Eindruck, unsere Politiker haben mit der elementaren Frage der Klimakrise nichts am Hut.

Plakat Klimstreik Unna

Im Bundestagswahlkampf kommt das Thema Klimaschutz kaum noch vor. Nicht einmal zwei Minuten haben Scholz und Merz im TV-Kanzlerduell dem Kampf gegen die größte Katastrophe der Menschheit gewidmet. Das grenzt an Regierungsunfähigkeit.

Doch die Klimakrise ist nicht weg, nur weil man sie nicht erwähnt. 2024 war das weltweit wärmste Jahr, das je gemessen wurde, die 1,5 °C wurden erstmals überschritten. Die Liste der Naturkatastrophen des letzten Jahres ist entsprechend lang. Gigantische Überschwemmungen in Valencia, Huricans in North Carolina und Florida, Taifune in Südostasien, Hochwasser in Österreich und Bayern, Waldbrände in Los Angelos usw. usf., Gesamtschäden für das Jahr 2024: 320 Mrd. US-$!

Es darf kein Zurückschrauben der Klimaschutzmaßnahmen geben. Die jetzigen sind schon nicht ausreichend, um die Pariser Klimaziele zu halten. Aktuell steuern wir auf 3 bis 4 °C Erderwärmung zu. Das wird die Hölle für unsere Kinder und Enkelkinder und deren Nachkommen.

Was ist jetzt zu tun?
Das Heizungsgesetz in der jetzt gültigen Form darf nicht mehr abgeschafft werden, wie es einige Parteien fordern. Die Wirtschaft braucht Verlässlichkeit, die Heizungsbranche hat sich darauf eingestellt. Dass Wärmepumpen auch in kalten Regionen gut funktionieren, zeigen ja gerade die skandinavischen Länder, die diesen Weg schon vor vielen Jahren beschritten haben. Ja, und Wärmepumpe funktioniert auch in den allermeisten Bestandsgebäuden.

Solar- und Windstromkraftwerke erzeugen heute mit Abstand den günstigsten Strom von allen neuen Kraftwerken. Solarstrom kann in Deutschland auf Freiflächen für unter 7 ct/kWh produziert werden, Windstrom für weniger als 9 ct/kWh erzeugt werden, während Strom von potentiell neuen Kohle- oder Gaskraftwerke bei 20 ct/kWh, also mehr als dem Doppelten liegen. Die Ausbaugeschwindigkeit bei Sonne und Wind, bei Stromnetzen und Stromspeicher, die erst nach Abbau diverser Hemmnisse durch die Ampelregierung, jetzt so langsam Fahrt aufnehmen, ist völlig richtig und wird zukünftig zu weiter sinkenden Strompreisen führen.

Dass Politiker Windräder nicht schön finden, kann man noch hinnehmen, aber dass es da auch Vertreter gibt, die die Windräder abreißen wollen und den Menschen gemachten Klimawandel schlichtweg leugnen, den weit über 95 % aller weltweiten renommierten Wissenschaftler für eindeutig bewiesen halten, ist geradezu unglaublich. Hoffen wir, dass diese Politiker nie Regierungsverantwortung bekommen.

Dabei ist Klimapolitik längst auch Wirtschaftspolitik. Erneuerbaren Energien und alles was da dran hängt, sind ein immer größer werdender Wirtschaftsfaktor, der auch Gewinne abwirft und vor allem viele Arbeitsplätze schafft und Wohlstand bringt.

Bei der Energie- und Wärmewende kann auch Bürgerenergie einen guten Beitrag leisten. Wenn sich Bürger an Windrädern, Solaranlagen oder Wärmenetzen beteiligen, bleibt die Wertschöpfung hier vor Ort. Dies kommt der ganzen Region zu Gute.

Vielleicht darf ich an der Stelle auch an die Menschen in der Region appellieren, an die Politiker, aber auch an die Bürger. Auch wir im Kreis Unna haben 2019, wie in vielen Städten in Deutschland, nicht zuletzt angeregt durch die FridaysforFuture Bewegung, den Klimanotstand erklärt. Das war ein Hype damals, dass man glaubte, endlich geht was in Sachen Klimaschutz, auch hier bei uns. Aber 5,5 Jahre später und 0,3 Grad wärmer müssen wir feststellen, da ist nicht wirklich viel passiert. Wir haben Klimaschutzpläne entwickeln lassen, aber die liegen größtenteils in den Schubladen unserer Verwaltungen. Andere Regionen zeigen wie es geht.

Die Energiewende kostet viel Geld, keine Frage, viele hunderte Milliarden, ja Billionen von Euro. Aber nichts zu tun ist noch teurer, weil die fossilen Brennstoffe, die wir dann weiter verbrennen würden, und die dadurch sich weiter verschärfenden Klimafolgenkosten um ein Vielfaches höher sind. Ich verweise hier gerne auf Prof. Anders Levermann vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, der im Dezember letzten Jahres hier in Stadthalle in Unna diese Aussage getätigt hat.

Ein weiteren Aspekt: In Deutschland erzeugte erneuerbare Energie macht uns unabhängig von anderen Ländern und vor allem von unbequemen Autokraten, wie sie leider in der Welt nicht weniger werden.

Atomkraft, wie von einigen Parteien gefordert, hat keine Zukunft mehr, da viel zu teuer ist, erneute Abhängigkeiten z.B. von Russland schafft und die Entsorgung des bisherigen Atommülls nicht gelöst ist.

Und noch eins, was häufig nicht gar nicht mehr gesehen wird. Die Luft wird besser. Der Rückgang der Verbrennung von Kohle, Öl, Gas und Kraftstoffen hat bereits jetzt zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität geführt (trotz aktueller Smogwarnung). Neben der Reduzierung von CO2 sind auch Stickoxyde, Schwefeldioxid, Feinstaub, Arsen und andere Gifte zurückgegangen. Und das wird noch besser werden, so dass unsere Kinder und Enkel eine wirklich saubere Luft in einer Qualität haben, wie es sie seit Jahrzehnten, vielleicht seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat.

Und nun muss ich zum Schluss noch etwas zur E-Mobilität sagen. Wir, meine Frau und ich fahren seit fast 10 Jahren E-Autos vollelektrisch und es ist so ein schönes Fahren, wir möchten es nicht mehr missen. Und Achtung! Überraschung, die Kosten eine Elektroautos sind über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs nachweislich kostengünstiger als die eines Verbrenner gleicher Größe. Es geht also. Leider erzählen Desinformationskampagnen, die von den großen Mineralöl- und Gaskonzernen finanziert werden, etwas anderes.

Wenn Politiker heute die Rücknahme des sogenannten Verbrenner-Aus ab 2035 fordern, gehen sie diesen Konzernen auf den Leim. Der Verbrenner wird sich irgendwann von selbst abschaffen, weil diese komplizierte und hochgezüchtete Technologie des Verbrennungsmotors gegenüber dem einfachen Elektromotor technisch und kostenmäßig unterlegen ist. Und alle die mit Technologieoffenheit und E-Fuels argumentieren, werden schnell merken, dass dieser Kraftstoff dann von der Mehrheit kaum bezahlbar sein wird.

Die neue Bundesregierung, wie immer sie sich zusammensetzt, darf den Klimaschutz nicht weiter ausbremsen. Schaut, wer dieses Thema im Wahlprogramm hat. Sonst bleibt nur die Hoffnung, dass die Mitte letzten Jahres beim Bundesverfassungsgericht eingereichte Klimaverfasssungsklage des Solarfördervereins Deutschland, des BUNDs und anderer Erfolg hat und die neue Bundesregierung zu schärferen Maßnahmen zwingen wird.


Zweite Info-Veranstaltung zur Bürgerenergie in Werl

Banner Renergie Stadthalle Werl

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. hatte am Samstag, den 23.11. zu einer Veranstaltung über Bürgerenergie in die Stadthalle in Werl eingeladen. Es ging um Möglichkeiten und Perspektiven für eine nachhaltige Energiezukunft in unserer Region und was Bürgerenergie hierzu betragen kann.

Es wurde deutlich, dass die Energie- und Wärmewende machbar ist – und dass jeder Einzelne von uns Teil der Lösung sein kann. Die Transformation weg von fossilen Energien bietet auch große Chancen für die Wirtschaft der Region, hiervon nachhaltig zu profitieren. Vorgestelle Best Practice Beispiele aus verschiedenen Regionen zeigen dies bereits heute.

So berichtete Frank Michael Uhle, der Klimaschutzmanager des Rhein-Hunsrück-Kreises, über die Erfolgsgeschichten, die die Energie-Kommune des Jahrzehnts aus Rheinland-Pfalz seit über 20 Jahren schreibt. 44 Millionen € beträgt die jährliche regionale Wertschöpfung allein aus dem Betrieb der Erneuerbaren Energieanlagen. Klimaschutz ist dort bereits zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden.

Petr Tluka von der NRW.Energy4Climate referierte über die kommunale Wärmeplanung, die die Kommunen befähigen soll, durch kluge Nutzung regenerativer Energiequellen die Wärmewende umzusetzen. Es gilt die Chancen zu nutzen, nicht nur unabhängig von fossilen Brennstoffkosten zu werden, sondern auch langfristig ausgeglichene Energiekosten zu bekommen.

Sehr aufschlussreich war der Vortrag von Georg Dicke über das Nahwärmenetz in Anröchte-Altenmellrich. Biogas wird außerhalb des Ortes erzeugt und über eine Biogasleitung zu dem Satelliten BHKW (Blockheizkraftwerk) transportiert, wo es ortsnah Strom und Wärme erzeugt. Die Wärme wird in das eigens gebaute Nahwärmenetz eingespeist, an das im Laufe der Jahre immer mehr Verbraucher (zuletzt 82) angeschlossen wurden. Kein Wunder, denn der Preis pro kWh ist auf aktuellem Niveau unschlagbar niedrig.

Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Unna und Henrik Plaas-Beisemann, als Vertreter der Kreislandwirte, stellten ein Konzept vor, das aus landwirtschaftlichen Abfällen wie Pferdedung, Gülle, etc. zunächst Biogas erzeugt, das in einem zweiten Schritt zu Bioerdgas aufbereitet wird. Dieses Bioerdgas soll dann in das bestehende Erdgasnetz der SW Unna einspeist werden und somit fossiles Erdgas ersetzen, welches zukünftig immer weiter reduziert werden muss. Die Machbarkeitsstudie zeigte allerdings auf, dass diese Erzeugung von Bioerdgas in Unna augenblicklich nicht wirtschaftlich ist. Hierzu muss der Preis für das Bioerdgas im Vergleich zu dem fossilen Erdgas deutlich steigen.

Last but not least wies der neue Werler Stadtwerkechef Stefan Seele in einem spannenden Vortrag auf die spezielle Situation der Netze in der Stadt Werl hin. Aktuell ist das Stromnetz gut aufgestellt, es wird aber weiter ausgebaut werden müssen, weil der Strombedarf der Stadt, nicht zuletzt durch die zunehmende E-Mobilität und dem Einsatz von Wärmepumpen, sich in den nächsten 20 Jahren nahezu verdoppeln wird.

Banner Renergie Stadthalle Werl

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg hat diese Veranstaltung mit Fördergeldern aus dem Topf des Regionalbudget 2024 von Börde trifft Ruhr durchgeführt. Es sollte hiermit aufgezeigt werden, dass die notwendige Energiewende gerade für den ländlichen Raum viel Potential bietet, wirtschaftlich zu prosperieren und ein hohes Maß an Wertschöpfung für die Region zu ermöglichen. Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister von Wickede und gleichzeitig Vorsitzender des LEADER-Vereins Börde trifft Ruhr, war sehr angetan von den vorgestellten Projekten und hat bereits in seiner Begrüßungsrede auf die Möglichkeiten der zukünftigen LEADER-Förderung für den Klimaschutz hingewiesen.

Werl war bereits die zweite Veranstaltung zu dem Thema Bürgerenergie. Die erste fand am 09.11. in Fröndenberg statt und hatte ebenfalls verschiedene Best Practice Beispiele, allerdings aus anderen Regionen, vorgestellt.


BÜRGERENERGIE SCHAFFT WERTE - Präsentationen

Die während der Veranstaltungen in Fröndenberg und Werl gezeigten Präsentationen wurden uns zum Download zur Verfügung gestellt.

Fröndenberg 09.11.204

  1. Einführung in die Thematik und zu den Vorträgen
    Bernd Molitor (Renergie Ruhr-Hellweg)
  2. Energiewende als Motor für die regionale Wertschöpfung - Erfahrungsbericht aus dem Kreis Steinfurt
    Ralf Marpert (Kreis Steinfurt)
  3. Rückenwind für die Energiewende - Was Bürgerenergiegemeinschaften leisten
    Viola Theesfeld (Bündnis Bürgerenergie)
  4. Praxisbericht Biogaserzeugung sowie Nutzung von Strom und Wärme im BHKW
    Andreas Düser (Enser Biogas)
  5. Freiflächen-PV-Anlagen - Vorteile für Bürgerenergiegesellschaften
    Dieter Röttger (Entegro Photovoltaiksysteme)

Werl 23.11.2024

  1. Einführung in die Thematik und zu den Vorträgen
    Bernd Molitor (Renergie Ruhr-Hellweg)
  2. Neue Regionale Wertschöpfung durch Klimaschutz und erneuerbare Energien
    Frank Michael Uhle (Klimaschutzmanager Rhein-Hunsrück-Kreis, Energiekommune des Jahrzehnts)
  3. Kommunale Wärmeplanung in NRW - Wie geht das in Kleinstädten und Gemeinden? Was können die Bürger:innen hierzu beitragen?
    Dr. Petr Tluka (NRW.Energy4Climate)
  4. Nahwärmeprojekt in Anröchte (Altenmellrich) mit ca. 80 Häusern, Versorgung aus einer Biogasanlage mit BHKW; Erfahrungsbericht nach 10 Jahren Laufzeit
    Georg Dicke, Vorsitzender Nahwärmenetz Altenmellrich

BÜRGERENERGIE SCHAFFT WERTE FÜR UNSERE REGION – FÜR DAS KLIMA UND FÜR UNS - Teil 2

Es geht weiter: zweiter Teil am 23.11.24 in Werl

Samstag, den 23. November 2024 ab 10:00 Uhr in der Stadthalle* in Werl
* Grafenstraße 27, 59457 Werl

Präsentationen

  • Neue regionale Wertschöpfung durch Klimaschutz und erneuerbare Energien
  • Kommunale Wärmeplanung in NRW - Wie geht das in Kleinstädten und Gemeinden? Was können die Bürger hierzu beitragen?
  • Nahwärmeprojekt aus Biogas und BHKW mit ca. 80 Verbrauchern
  • Projektplanung eines Bio-Erdgasprojekt
  • Bericht der Stadtwerke über das Zukunftsprojekt Energie und Wärmewende: Status und Herausforderungen der Versorgungsnetze der Stadtwerke Werl

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Arnsberg wird mit einem Infostand die Veranstaltung begleiten und steht für Fragen rund um die Gebäudesanierung, Heizungstausch und Einsatz Erneuerbarer Energien zur Verfügung.

Anmeldung über info@renergie-ruhr-hellweg.de ist erwünscht. Weitere Infos


Großes Interesse an Info-Veranstaltung zur Bürgerenergie

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. konnte am letzten Samstag in der gut besuchten Kulturschmiede in Fröndenberg ca. 90 Bürgerinnen und Bürgern zu der Veranstaltung begrüßen. Es war inspirierend, gemeinsam die Möglichkeiten und Perspektiven für eine nachhaltige Energiezukunft in unserer Region zu erkunden. Die Energie- und Wärmewende ist eine große Herausforderung für die Kommunen und die Bürger. Sie bietet auch großen Chancen für die Region, die hiervon nachhaltig profitieren kann. Die vorgestellten Best Pratice Beispiele haben dies überdeutlich aufgezeigt. So hat Ralf Marpert berichtet, dass der Kreis Steinfurt allein aus erneuerbaren Energieprojekten bis zu 10 Mio € per anno an Gewerbesteuer und bis zu 100 Mio € an Wertschöpfung pro Jahr generiert. Klimaschutz ist dort bereits zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden.

Vortragende Infoveranstaltung
Referenten, Moderator, Veranstalter sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Schröer und eine Vertretung aus dem Gemeinderat Ense

Viola Theesfeld vom Bündnis Bürgerenergie berichtete über viele Beispiele von Bürgerenergieanlagen, die nicht nur PV- und Windanlagen betreiben, sondern zunehmend auch Nahwärmenetze und ganze Quartierversorgungen übernehmen. Auch bei der Realisierung von Mieterstrom gibt es gute Beispiele von umgesetzter Bürgerenergie.

Sehr aufschlussreich war der Vortrag von Andreas Düser über die Enser Biogasanlage mit BHKW (Blockheizkraftwerk) zur Erzeugung von Strom und Wärme als anschauliches Praxisbeispiel aus unserer LEADER-Region Börde trifft Ruhr. Über Jahre hinweg wurde die Anlage stetig erweitert und immer mehr Verbraucher angeschlossen. Inzwischen nimmt man sogar an Regelenergiemarkt teil und zeigt damit, dass die Bioenergie einen guten Beitrag zu dem sogenannten Peakshaving, das Kappen von Stromspitzen im Markt, leisten kann.

Dieter Röttger von dem hiesigen Solaranlagenbauer Entegro berichtete sehr profund und informativ, welche besonderen Vorteile es für bürgergenossenschaftliche Freiflächen PV-Anlagen gibt und wo Chancen und Risiken hier bestehen.

Last but not least wies Stadtwerkechef Alexander Loipfinger in einem spannenden Vortrag auf die spezielle Situation in Fröndenberg hin. Er hat den Status der Strom- und Wärmeversorgung der Stadt dargestellt. Die große Fläche der Stadt mit der zerstreuten Bebauung stellt eine große Herausforderung für die Umstellung auf erneuerbare Energien dar. Es gibt hier nicht die eine Lösung, sondern man wird schauen müssen, wo sich Vorteile für die ein oder andere Form der Wärmeerzeugung und -verteilung ergeben kann.

Der Verein blickt nun nach Werl, wo die zweite Veranstaltung von Renergie am 23.11. in der Stadthalle Werl stattfindet. Auch hier werden wieder 5 Vorträge zu der gleichen Thematik, aber mit anderen Referenten und Beispielen vorgetragen. Der Verein möchte ausdrücklich den Bürgerinnen und Bürgern aller Kommunen der LEADER-Region Börde trifft Ruhr die Gelegenheit geben, diese geballte Information über Bürgerenergie erleben zu dürfen. Wir würden uns sehr freuen, wenn dieses Angebot auch von den Menschen genutzt wird, die in unseren Verwaltungen und politischen Gremien über die Wärmewende zu entscheiden haben. Das Programm der Veranstaltung in Werl => Programm Werl ›


BÜRGERENERGIE SCHAFFT WERTE FÜR UNSERE REGION – FÜR DAS KLIMA UND FÜR UNS

Gute Beispiele der Energiewende zeigen, Best-Practice von engagierten Kommunen, Mut zum Mit-Machen, sich in Energie-Projekten z.B. Bürgerenergiegenossenschaften einbringen, dazu hat der Verein Renergie Ruhr-Hellweg zwei Veranstaltungen für diesen Herbst vorbereitet.

Wann und Wo finden diese Veranstaltungen statt?

* Ruhrstraße 12, 58730 Fröndenberg
** Grafenstraße 27, 59457 Werl

Die Veranstaltungen sind nicht identisch, es gibt unterschiedliche Referenten, die Vorträge ergänzen sich thematisch.

Geplant sind jeweils ca. 3 Stunden, eine vorherige Anmeldung über info@renergie-ruhr-hellweg.de ist erwünscht.

Infoflyer Veranstaltung Nov 2024

Worum geht es bei diesen Veranstaltungen?

  • Information über die Energiewende im ländlichen Raum mit Bürgerbeteiligung
  • Was genau ist Bürgerbeteiligung und wie funktioniert das?
  • Referenten berichten über bereits umgesetzte Best-Practice-Beispiele aus anderen Kommunen
  • Was können wir für unsere Region aus diesen Beispielen übertragen?
  • Warum lohnt sich das für die Bürger?
  • Welche Wertschöpfung für die Region kann hierbei erzielt werden?

Welche Vorträge sind vorgesehen?

An wen richten sich diese Veranstaltungen?

LEADER-Projekt

Die Veranstaltungen werden gefördert aus dem LEADER-Regionalbudget von "Börde trifft Ruhr". Der Antrag wurde im Juli 2024 genehmigt. Seitdem arbeitet der Verein Renergie Ruhr-Hellweg an der Gestaltung der beiden öffentlichen Veranstaltungen zum Klimaschutz.

Was ist unsere Motivation und wie begründen wir die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen?

Hier einige Stichworte aus unserer LEADER-Projektbeschreibung:



10.07.25: Exkursion zur Enser Biogas GmbH in Ense

Wir erinnern uns alle an den spannenden Vortrag von Andreas Düser auf unserer Veranstaltung im November 2024 in der Kulturschmiede. Jetzt können wir uns alle diese Besonderheiten vor Ort anschauen, von denen er berichtet hat. Wie z.B. die verbesserte Gasausbeute bei der Biogaserzeugung durch Aufschluss der Biomasse mittels Ultraschall oder dem flexiblen Betrieb der BHKWs, um den Strom netzdienlicher und damit auch lukrativer zu produzieren oder gar den großen Pufferspeicher, der eine riesige Menge an Wärme puffern kann.

Wir benötigen hierzu eine Anmeldung per E-Mail (info@renergie-ruhr-hellweg.de), da wir nur mit einer begrenzten Anzahl von Teilnehmenden dort auflaufen können. Wir haben aber noch ein paar Plätze frei. Bitte teilt uns mit, ob Ihr mitfahren möchtet oder selbst nach Ense fahrt. Wir werden am Dienstag nochmal an alle Angemeldeten eine Info verteilen, wann wir abfahren bzw. wo wir uns treffen. Dauer der Exkursion ca. 2 h.


Jahreshauptversammlung Renergie Ruhr-Hellweg am 10.04.2024

Am Mittwoch, den 10. April um 19:00 Uhr fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung im Bürgerzentrum Mühlenberg in Fröndenberg statt.

Renergie JHV 24

Der Vorstand berichtete über die Erträge der Renergie Bürgersolaranlagen des Jahres 2023. Nach dem extrem guten Sonnenjahr 2022 war das abgelaufene Jahr 2023 etwas unterdurchschnittlich was die Sonnenscheindauer und die hieraus erzielten Erträge angeht.

Höhepunkt des Jahres war sicher die Veranstaltung mit Prof. Goebel in der Gesamtschule, die immerhin von 100 Teilnehmern besucht wurde. Weitere Aktivitäten und neue Ziele für 2024 sind dem Geschäftsbericht zu entnehmen.

Bei den Vorstandswahlen wurde der amtierende Vorstand in allen Positionen einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Damit besteht der 4-köpfige Vorstand wie zuvor aus Bernd Molitor (Vorsitz), Florian Jonnaert (Stellvertreter), Hans-Jürgen Karnatz (Schatzmeister) und Stephan Venus (Beisitzer).

Turnusmäßig wurde ein Kassenprüfer neu gewählt. Die Kassenprüfer sind damit C. Bobbert (ab 31.05.2023) und T. Eggers (ab 10.04.2024).

Weitere Details in den Präsentationsfolien des Geschäftsbericht und das Protokoll der JHV.

Der Klimawandel und die durch den Ukrainekrieg verschärfte Energiekrise ist für alle zu einem Kernthema der letzten Jahre geworden. Die Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien betrifft den Strom und den Wärmebereich gleichermaßen. Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. versucht hierbei Aufklärung und Hilfestellung für die Bürger zu geben. Dies macht er durch öffentliche Informationsveranstaltungen über Klimaschutz und erneuerbare Energien. Außerdem ist er ständig bemüht, neben seinen bisherigen sieben Bürgersolarprojekten, weitere erneuerbare Energieprojekte mit Bürgerbeteiligung in unserer Region auf den Weg zu bringen.

Daher freuen wir uns über Mitstreiter, die unsere ehrenamtliche und gemeinnützige Vereinsarbeit unterstützen wollen. Bei uns finden sowohl Klimaschützer als auch technikversierte Energiewender ausreichend Diskussionspartner.



Klimawandel: Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft

24.11.23

Die Stiftung Zukunft der Sparkasse Unna-Kamen hat einen hochkarätigen Experten der Klimaforschung nach Unna eingeladen.

Sie konnte mit Herrn Prof. Dr. Anders Levermann, Physiker und Klimawissenschaftler, einen der weltführenden Experten als Referenten gewinnen.

Hr. Levermann ist Professor an der Columbia University in New York und an dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Dort leitet er seit 2012 den Bereichs Komplexitätsforschung. Seine Forschung beschäftigt sich mit den Kippprozessen im Klima und den sozialen und ökonomischen Folgen von Wetterextremen. Er arbeit seit 2004 als Co-Autor am Bericht des Weltklimarates (IPCC) mit.

Sein Vortrag findet statt am:

14. Dezember 2023, um 18:30 Uhr in der Stadthalle Unna, Parkstraße 44 .

Die Stiftung Zukunft bittet um eine Anmeldung zur Teilnahme an der Veranstaltung bis zum 08.12.23. Diese ist zu richten an Andreas Schlüter unter Tel. 02303 / 104-1717 oder per Email (veranstaltungen@sparkasse-unnakamen.de).

Lese-Tipp: Im Januar 2023 führte der Hellweger Anzeiger ein Interview mit Prof. Levermann: link zum HA



Klimavortrag: 3-4 °C Erderwärmung bis 2100

Vortrag von Prof. Dr. Goebel rüttelt auf

17.10.23

„Wenn sich die Menschheit nicht radikal anders verhält als bisher, wird eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur auf der Erde bis zum Jahre 2100 von 3 bis 4 °C kaum vermeidbar sein.“, so das ernüchterne Fazit von Prof. Dr.-Ing. Olaf Goebel, von der Hochschule Hamm-Lippstadt.

Etwa 100 Menschen lauschten gespannt dem fast 2-stündigen Vortrag von Prof. Goebel, den er auf Einladung des Bürger-Energievereins Renergie Ruhr-Hellweg am Donnerstag, den 21.09. in der Aula der Gesamtschule in Fröndenberg hielt. In seinem ersten, wissenschaftlich geprägten Teil des Vortrags „Die Energiewende zu Ende gedacht, was wird sich für uns ändern“ führte er aus, was passieren muss, wenn Deutschland bis zum Jahre 2045 klimaneutral sein will.

Hierbei räumte Prof. Goebel auch mit einigen Mythen auf, die immer noch gerne populärwissenschaftlich in öffentlichen Veranstaltungen ins Feld geführt werden. So bedarf es „nur“ einer Verdreifachung bei der Erzeugung erneuerbaren Energie, obwohl wir heute erst 16 % der Primärenergie regenerativ haben. Dies ist damit begründet, dass z. B. beim PKW ein Diesel oder Benziner von der eingesetzten Primärenergie nur etwa 25 bis 30 % dieser Energie als Bewegungsenergie auf die Straße bringt. Ähnliche Vorteile zur Nutzenergie ergeben sich auch beim Einsatz einer Wärmepumpe im Vergleich zur Verbrennung von Gas oder Öl in der Gebäudeheizung. Aber auch den Mythos, dass Wasserstoff eine sinnvolle Rolle beim PKW oder in der Hausheizung spielen könnte, hat er fachlich belegt ausgeräumt.

Im zweiten Teil ging Prof. Goebel darauf ein, welchen Beitrag jeder Einzelne zum Gelingen der Energiewende leisten kann und leisten muss. Obwohl viele dieser Dinge bekannt sind, ist es doch immer wieder erschreckend, wie wenig der Mensch diese Punkte für sich selbst zu Herzen nimmt. So steigen die weltweiten Emissionen Jahr für Jahr immer weiter. Kritische Klimakipppunkte werden umso wahrscheinlicher eintreten und die Bewohnbarkeit auf unserer Erde zum Ende diesen Jahrhunderts wird massiv eingeschränkt sein.

Wer den wirklich sehr beeindruckenden Vortrag versäumt hat, der kann Prof. Goebel am 26. Oktober um 17:30 h live hören, wenn er diesen Vortrag in der Hochschule Hamm-Lippstadt erneut hält.

Im Vorspann erläuterte der Verein die im letzten Jahr durchgeführte Windenergiestudie, die der Verein mit Unterstützung des Regionalbudget 2022 von Bördetrifft Ruhr für sein Vereinsprojekt erstellen ließ. Weitere Nachfragen zum Einsatz eines Kleinwindrades wird der Verein gerne auf seiner nächsten Vereinssitzung beantworten.


21.09.2023: Die Energiewende zu Ende gedacht - was wird sich für uns ändern?

28.08.23

Vortrag und Diskussion von und mit Prof. Goebel

Aula der Gesamtschule Fröndenberg am 21.09.23 um 19 Uhr

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. plant auch in diesem Jahr wieder eine öffentliche Veranstaltung zum Klimaschutz. Wir konnten diesmal als Referenten Prof. Dr.-Ing Olaf Goebel gewinnen. Prof. Dr.-Ing. Olaf Goebel ist Inhaber der Professur "Energietechnik" an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Sein Vortrag "Die Energiewende zu Ende gedacht - was wird sich für uns ändern?" richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Vortrag Prof. Goebel
Vortrag in der Gesamtschule Fröndenberg am 21.09. um 19 Uhr

"Deutschland soll bis 2045 ohne fossile Brennstoffe auskommen. Bis dahin sind es nur noch 22 Jahre. Wenn wir damit ernst machen, dann stehen wir vor dem größten Wandel in unserer Volkswirtschaft seit dem Beginn der Industrialisierung. Dieser Wandel wird in diesem hochaktuellen Vortrag anschaulich beschrieben. Der Vortrag befasst sich mit der Frage, welche Veränderungen damit auf die Wirtschaft und auf jeden Einzelnen von uns zukommen" schreibt Prof. Goebel zum Vortrag.

Renergie Ruhr-Hellweg möchte mit dieser Veranstaltung erneut die Diskussion zum Klimawandel beleben und den Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit geben, sich mit dieser Thematik noch intensiver auseinanderzusetzen. Neben der Stadt Fröndenberg haben auch andere benachbarte Städte und auch der Kreis Unna Ziele zur Klimaneutralität in ihren Klimaschutzkonzepten formuliert. Diese zu erreichen erfordert eine große Anstrengung und ein gemeinsames Agieren aller Beteiligten. Dies kann nicht nur von den Verwaltungen und Räten bestimmt werden, hierzu müssen Industrie, Gewerbe, Handwerk und nicht zuletzt auch die Bürger mitwirken.

Flyer Infoveranstaltung 21.09.2023

Im Vorspann des Vortrags wird der Verein über eine eigens beauftragte und geförderte Studie berichten, die die Kopplung eines Kleinwindrades mit einer bestehenden PV-Anlage mit Batteriespeicher untersuchte. Das Ergebnis zeigt, dass dies eine sehr gute Kombination ist, die Eigenversorgung mit Strom insbesondere im Betrieb mit einer Wärmepumpe enorm zu erhöhen.

Wir würden sehr freuen, wenn möglichst viele dieses Angebot der Information und Diskussion nutzen und die Aula der Gesamtschule füllen.

Die Veranstaltung findet am 21.09. 2023 um 19:00 Uhr in der Aula der Gesamtschule Fröndenberg statt. Der Eintritt ist frei.



Nachlese Techniktag 30.12.2022

16.01.23

Ausführlich wurde über das Thema Wärmepumpen in Bestandsgebäuden gesprochen. Hr. Kramer berichtete über eine download Empfehlung aus den VDI Nachrichten.

Hier der link zum Download der Buchempfehlung: https://wuestenrot-stiftung.de/waermepumpen-in-bestandsgebaeuden/

Von den Seiten von Agora Energiewende kann eine Studie (Stand 10/2022) mit dem Titel: "Durchbruch für die Wärmepumpe - Praxisoptionen für eine effiziente Wärmewende im Gebäudebestand" geladen werden.

Ebenfalls dort gibt es die Vorstellung der Ergebnissen zur Studie: "Praxisoptionen für eine effiziente Wärmewende im Gebäudebestand" vom 12.12.2022.

Das Fraunhofer ISE Institut hat ein Leitthema "Wärmepumpen – Schlüsseltechnologie für die Energiewende" erstellt. Dort gibt es Blogbeiträge aus einer Serie von 12 Folgen von dem Autor Dr. Marek Miara, der verschiedene Themen zu Wärmepumpen erklärt.



Techniktag von Renergie 30.12.2022

21.12.22

Liebe Mitglieder und Klimaschützer

wir wollen auch in diesem Jahr die inzwischen mehrjährige Tradition fortsetzen und zwischen Weihnachten und Neujahr uns in gemütlicher Runde zu dem sogenannten Techniktag verabreden. Dazu haben wir einen Raum im Restaurant "Zum Markgrafen" in Fröndenberg am Freitag, den 30.12. ab 16:00 reserviert.

Wie immer wollen wir auch diesmal unsere Informationen teilen, die wir aktuell in diesem Jahr aus dem verschiedensten Veranstaltungen gewonnen haben. Wir haben Daten, Fakten, Meinungen und Prognosen gesammelt und wollen diese in kompakter Form vorstellen und miteinander diskutieren.

Noch nie war das Thema Energie so wichtig wie jetzt, jeder ist betroffen von dieser Krise und alle versuchen, zu sparen bzw. weg von den fossilen Energien zu kommen. Wir haben bereits auf unserer Veranstaltung im September hierzu aktuelle Informationen liefern können. Ein wichtiges Thema für die Gebäudebeheizung ist z. B. die Wärmepumpe, zu dem Carsten Peters bereits eine sehr gute Präsentation am 07.09. gegeben hat.

Zwischenzeitlich hat es weitere kostenlose Webinare und Zoomkonferenzen speziell zu dem Thema Wärmepumpen im Bestandsgebäude gegeben. Aus diesen Vorträgen werden wir eine Zusammenfassung vorbereiten und die neuesten Erkenntnisse zu Wärmepumpen präsentieren. Es gab im Nachgang zu unserer Veranstaltung auch viele E-Mails und Fragen hierzu an uns, was verdeutlicht, dass dieses Thema vielen unter den Nägeln brennt.

Wir haben aber auch aktuelle Informationen zu den anderen Themen parat, z. B. was ändert sich im EEG 2023 in Sachen PV oder auch Informationen zur allgemeinen Energieversorgungslage.



Entbürokratisierung für private PV Anlagen

21.12.22

Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat am 16.12.2022 den Änderungen für Betreiber kleinerer PV-Anlagen im Jahressteuergesetz zugestimmt.

Diese Änderungen betreffen sowohl die Einkommensteuer als auch die Umsatzsteuer.

Für die Änderungen in der Einkommensteuer ist der Stichtag der 1.1.2022, also rückwirkend. Das bedeutet für viele Besitzer privater Anlagen, dass diese Anlagen nicht mehr relevant für die Einkommensteuer sind.

Für die Änderungen in der Umsatzsteuer ist der Stichtag der 1.1.2023. Für ab diesem Datum neu in Betrieb gehende PV-Anlagen gilt dann ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Damit ist für einen deutlich größeren Kreis die Kleinunternehmerregelung interessant, d.h. man erspart sich die Besteuerung des eigen verbrauchten Stroms und die Abgabe der Umsatzsteuer-Erklärung.

Wie immer im Steuerrecht gibt es viele Details zu beachten. Die Recherche im Internet verhilft zu vertieften Informationen, auch wenn zurzeit noch etliche Dinge im Klärungsprozess sind.

Ein, wie ich finde, wichtiger Schritt zur Entbürokratisierung, hat doch der steuerliche Aufwand viele abgeschreckt, eine PV-Anlage auf das eigen Dach installieren zu lassen.



Hilfe für weihnachtliche Diskussionen

21.12.22

An den Weihnachtstagen gibt es hoffentlich Zeit, um mit der Familie und Freunden viele Dinge zu besprechen.

Falls auch die Klimakrise thematisiert wird, kann es sehr leicht zu hitzigen Diskussionen führen. Ich denke, da helfen sachliche Informationen, um Streit zu vermeiden.

Christian Stöcker hat in einer Spiegel Kolumne versucht, wesentlichen Mythen mit Sachinformationen zu begegnen.

Auch in diesem Sinne wünsche ich eine friedvolle Weihnachtszeit.

hjk



Mitteilung Jahreshauptversammlung

31.03.22

Der Bürger-Energieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. hält seine Jahreshauptversammlung am Dienstag, den 05. April um 19:00 Uhr im Landgasthof Hölzer, Auf dem Krittenschlag 23 in Fröndenberg ab. Die Versammlung ist öffentlich und findet in Hybridform statt. Neben der Präsenzteilnahme kann man auch online via Zoom teilnehmen. Nichtmitglieder werden gebeten, sich vorab unter der E-Mail Adresse info@renergie-ruhr-hellweg.de anzumelden.

Die aktuelle Energiekrise, die durch den furchtbaren Krieg in der Ukraine extrem verschärft wird, erfordert nun einen noch schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien. Dies gilt nicht nur für den Hausstrom, sondern auch für Gebäudeheizung, Warmwasserversorgung und Mobilität.

Die Lockerungen der Corona-Verordnung lassen nun auch wieder Versammlungen mit größerer Personenanzahl zu, so dass der Verein wieder öffentliche Informationsveranstaltungen zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz durchführen wird. Auch hierüber werden wir auf der JHV sprechen und die Planungen konkretisieren.

Renergie Ruhr-Hellweg e.V. wird sich auch weiterhin engagieren und mithelfen, dass der Klimaschutz in unserer Region einen hohen Stellenwert einnimmt. Daher freuen wir uns über Mitstreiter, die unsere ehrenamtliche und gemeinnützige Vereinsarbeit unterstützen wollen.

Bei uns finden sowohl Klimaschützer als auch technikversierte Energiewender ausreichend Diskussionspartner. Weitere Infos auf unserer Homepage www.renergie-ruhr-hellweg.de



Renergie nimmt PV-Anlage mit Batteriespeicher in Betrieb

03.08.21

Zum 10-jährigen Vereinsjubiläum erstellte Renergie Ruhr-Hellweg e.V. die erste vereinseigene Solaranlage und zeigt mit diesem Projekt, verwirklicht in Fröndenberg, wie sich eine Photovoltaikanlage (PV) innovativ einsetzen lässt. Die Solarmodule auf dem Dach einer Halle in Fröndenberg liefern sowohl Strom für die Direktnutzung als auch für die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

PV Hohenheide
Vereins-PV-Anlage Hohenheide © Foto privat

Dem Wunsch eines privaten Bürgers ist der Bürgerenergieverein gerne nachgekommen, da er in diesem Projekt gleich mehrere innovative Aspekte umsetzen konnte.

Dazu ging der Verein eine Kooperation mit dem Inhaber der Dachfläche ein. Die Anlage wurde im Mai 2021 auf der Hohenheide in Betrieb genommen. Die Solaranlage mit einer Leistung von 21,78 Kilowatt im Peak in Ost-West Ausrichtung mit 66 Solarmodulen des deutschen Herstellers Heckert ermöglicht in Kombination mit zwei Kostal Wechselrichtern und einer BYD Speicherbatterie von 12,8 Kilowattstunden (kWh) ein hohes Potential zur eigenen Nutzung der elektischen Energie. Die tagsüber erzeugte Stromleistung kann erfahrungsgemäß häufig nicht vollständig unmittelbar verbraucht werden. Hier springt dann der Speicher ein, der den überschüssigen Strom aufnimmt. Wenn der Speicher voll ist, wird der Strom ins öffentliche Netz eingespeist.

PV mit Batterie
Leistungsübersicht einer privaten PV-Anlage mit Aufladung E-Auto; Screenshot aus dem Kostal-Solar-Portal

Die Ost-West Ausrichtung bietet darüber hinaus einen wesentlichen Vorteil, wenn der Fokus auf Eigenverbrauchoptimierung liegt. Die PV-Anlage sammelt morgens und abends mehr Sonnenenergie, gegenüber einer Anlage mit reinen Südausrichung, ein.

Nach Sonnenuntergang übernimmt der gespeicherte Batteriestrom dann die Stromversorgung. Bei guter Auslegung des Systems kann man sich damit an Sonnentagen komplett autark mit Sonnen-Strom versorgen.

Bei diesem Projekt gibt es jedoch noch eine weitere Besonderheit, die das Projekt so interessant macht. Der Hauseigentümer hat sein Bestandsgebäude aus den 80er Jahren vor zwei Jahren wärmetechnisch saniert und auf klimaschonenden Wärmepumpenbetrieb umgestellt, d.h. sowohl die Raumheizung als auch die Warmwasserbereitung werden zu 100 % über eine Sole/Wasser-Wärmepumpe betrieben. Eine Wärmepumpe benötigt Strom, welcher besonders effizient genutzt wird. Aus nur einer kWh elektrischen Strom erzeugt die Wärmepumpe aus der Erdwärme von 5 bis 10 °C aus bis zu 100 Meter Tiefe ca. 3 kWh bis 4 kWh Wärme für Heizung und Warmwasser.

Von den rund 10.000 kWh Strom, die für den Betrieb der Wärmepumpe pro Jahr erforderlich sind, wird nun möglichst viel von der PV-Anlage genommen. Diese Aufgabenstellung ist jedoch nicht so einfach, da die Wärmepumpe den höchsten Strombedarf im Winter und die PV-Anlage aber die höchste Stromerzeugung im Sommer hat. Angebot und Nachfrage stehen sich hier also gerade entgegengesetzt gegenüber. Da gilt es, das Gesamtsystem von Solarmodulen, Wechselrichtern und Speicher so zu optimieren, dass dennoch möglichst viel von dem Solarstrom des Daches genutzt werden kann. Zusätzlich fährt die Familie ein kleines Elektroauto als Zweitwagen und plant sogar, das Hauptfahrzeug zukünftig ebenfalls auf ein Elektrofahrzeug umzustellen.

Renergie hat in den vergangenen Monaten sein Vereinskonzept überarbeitet und dieses detailliert beschrieben. Der Verein möchte mehr denn je seinem Satzungsauftrag nachkommen und sich weiter für den Klimaschutz in der Region stark machen.

Der Verein hofft schon bald mit neuen Bürgerprojekten starten zu können und möchte auch wieder vermehrt Öffentlichkeitsarbeit für einen aktiven Klimaschutz betreiben. Wie wichtig es ist, auch selbst was zu tun und bisheriges Handeln zu überdenken, wurde uns gerade in den letzten Wochen überdeutlich vor Augen geführt. Der Verein freut sich über Mitbürger, die sich im Verein engagieren wollen und ihre Ideen und die Tatkraft zu Umsetzung nachhaltiger Projekte einbringen möchten.



Bürger-Info zum Umstieg auf Erneuerbare Energien

SAVE THE DATE: 07. September 2022, 18:00 Uhr

21.08.22

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. führt eine Bürger-Informationsveranstaltung zum Umstieg auf Erneuerbare Energien durch.

Motto: Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien

Flyer 07.09.22

Moderation: Florian Jonnaert, Renergie Ruhr-Hellweg e.V.

Wann und wo?

Am 07. September 2022, von 18:00 bis 20:30 Uhr in der Kulturschmiede in Fröndenberg, Ruhrstraße 12

Der Eintritt ist frei



Pressemitteilung

22.08.22

Fossile Heizung austauschen, Strom und Wärme erneuerbar machen!

War der Umstieg von alten fossilen Heizungen auf erneuerbare Energien in den vergangenen Jahren zumeist vom Klimaschutz getrieben, kommt jetzt ein weiterer Aspekt zum Tragen, der Hausbesitzer zum Nachdenken zwingt. Die extrem hohen Energiekosten. Lag der Preisanstieg für Heizöl und Erdgas, im letzten Jahr schon deutlich über den Vorjahren, so sind diese Kosten mit dem Beginn des Ukraine Krieges geradezu explodiert.

Sparen, sparen, sparen ist die erste Antwort und das ist auch die am schnellsten umsetzbare Lösung. Dennoch kann man beim Absenken von Raum- und Warmwassertemperaturen, wenn´s gut geht, bestenfalls 10% bis 15% an Energie reduzieren ohne dabei merklich Komfort einzubüßen. Das macht aber den doppelten Preis beim Heizöl nicht wett und erst recht nicht den 3-fachen Preis beim Erdgas, obwohl letzterer bei den Verbrauchern noch gar nicht angekommen ist. Und niemand glaubt wirklich, dass wir bei den Erdgaspreisen jemals wieder auf die alten Werte der letzten Jahre zurückkommen.

Wir müssen von diesen fossilen Energieträger runter, aus Klimaschutzgründen sowieso und natürlich auch um die Abhängigkeiten von Anderen zu verringern, die unsere Demokratie und unser Wertesystem in Frage stellen. Das Tolle an den erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser, Umweltwärme und Biomasse ist nicht nur, dass sie in unserem Land nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen, sondern darüber hinaus auch noch kostenlos sind. Wenn die Investitionen in diese Technologien erst mal getätigt sind, sind späterer Betrieb und Wartung nur noch ein Bruchteil der Kosten. Der Umstieg auf die Erneuerbaren ist also schon lange sinnvoll.

Doch nicht alle Technologien sind für alle Häuser und Wohnungen gleich gut geeignet. Das hängt vom tatsächlichen Wärmebedarf der Häuser und dem Zustand des bisherigen Heizsystem ab. Es sind in jedem Falle größere Veränderungen notwendig als nur einen alten Kessel oder ein altes Gasgerät zu tauschen. Wärme und Strom stehen nicht mehr unabhängig nebeneinander, sondern ergänzen sich und können mit Speichersystemen für Strom als auch für Wärme Spitzenbedarfe und Spitzenangebote ausgleichen.

Was hier für welches Haus sinnvoll ist, was wie es gefördert wird und was in Praxis tatsächlich erreicht werden kann, erfahren Bürger*innen auf der Infoveranstaltung des Energievereins Renergie Ruhr-Hellweg am 07. September ab 18:00 Uhr in der Kulturschmiede in Fröndenberg. Der Eintritt ist frei.

Renergie Ruhr-Hellweg e.V.



Deutschland klimaneutral bis 2050 oder 2038?

Erklärungen zum CO2-Klimabudget

01.08.21

Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen von 2015 dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

CO2-Emissionen
Grafik: Prof. Stefan Rahmstorf, Creative Commons BY-SA 4.0.

Nun hört man von einigen Politikern, das bedeutet, dass Deutschland bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein sollte. Wissenschaftler widersprechen und fordern, dass dieses Ziel bis Mitte der 2030er Jahre erreicht sein müsse. Sie bringen den Begriff des CO2-Budgets ins Spiel.

Was ist das CO2 Budget und wer hat recht?

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), ein Gremium, das die Bundesregierung berät, hat in einem kurzen Video die Bedeutung des CO2-Budgets erläutert. Weiter Informationen zum Umweltgutachten 2020 gibt es auf den Seiten des SRU.



Steuererleichterung für private PV-Anlagen

10.06.21

Erfreuliches gibt es aus dem Bundesfinanzministerium zu berichten.

Die PV-Anlage auf dem eigenen Dach muss nicht mehr in der Einkommensteuererklärung berücksichtig werden. Voraussetzungen sind, dass die Anlage kleiner als 10 kWp ist und nach 2003 in Betrieb genommen wurde. Unter diesen Bedingungen hat der PV-Anlagen Betreiber das „Liebhabereiwahlrecht“.

Die Einstufung als Liebhaberei-Anlage kann für die aktuelle und zukünftigen Veranlagungen zur Einkommenssteuer beantragt werden. Für Vorjahre gibt es diese Möglichkeit nur, falls die Bescheide noch nicht endgültig abgeschlossen sind. Im Gegenzug können dann allerdings auch keine Verluste aus dem Betrieb der PV-Anlage mehr geltend gemacht werden.

Diese Regelung geht auf ein Schreiben des Bundesministerium für Finanzen zurück. Das Finanzamt München hat das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 02. Juni 2021 und ein Merkblatt zu den Details dieser Vereinfachung veröffentlicht. Hier steht auch eine Mustererklärung für das eigene Finanzamt zum download bereit.

Leider gilt diese Regelung (noch?) nicht für die Umsatzsteuer. Falls die Kleinunternehmerregelung aber in Betracht kommt, dann kann die PV-Anlage ohne das Ausfüllen der Formulare für das Finanzamt betrieben werden.

Das Bundesfinanzministerium hat hier einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Ist es doch häufig die Angst vor überbordender Bürokratie, die Bürger davon abhält, eine PV-Anlagen auf das eigen Dach zu installieren.



Renergie kann eigene Projekte realisieren

Satzung des Vereins erweitert

31.03.21

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. möchte den Klimaschutz voranbringen. Bisher tat er dies unter anderem damit, dass er die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen initiierte. So sind aus diesen Aktivitäten bisher sechs PV-Anlagen mit Bürgerbeteiligung errichtet worden.

Nun möchte der Verein selbst als Betreiber von PV-Anlagen (oder allgemeiner: Anlagen zur Erzeugung und/oder Speicherung erneuerbarer Energien) auftreten. Er bekommt dadurch Gelegenheit, besonders innovative oder ökologische Akzente setzen zu können. Konkret gibt es bereits Überlegungen, so eine PV-Anlage erstellen zu können.

Bisher war dies allerdings in der Satzung des Vereins nicht explizit vorgesehen. Der Vorstand des Vereins erarbeitete eine Erweiterung der Satzung und stellte diese in einem iterativen Verfahren den Vereinsmitgliedern vor.

Der endgültige Entwurf der Satzungsänderung wurde einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 31.03.21 vorgestellt. Die neue Satzung wurde von einer sehr großen Mehrheit der Vereinsmitglieder verabschiedet.

Die neue Satzung kann hier eingesehen werden: Satzung_2021



Renergie konkretisiert Anforderungen an einen Klimawald

11.09.20

Flyer 19.09.2019

Der Verein Renergie und auch die FWG haben vergangenes Jahr Anträge zur Schaffung eines Klimawaldes in den Rat der Stadt Fröndenberg eingereicht. Die Anträge unterscheiden sich jedoch inhaltlich und der Verein Renergie hat stärkeres Gewicht auf biologische Nachhaltigkeit und größere Wirkung auf den Klimaschutz (CO2 Reduzierung) gelegt.

Diese Punkte fanden leider kein Gehör im Rat und der Verein Renergie hat einen Ergänzungsantrag an den Rat der Stadt Fröndenberg gerichtet. Die beigefügte Stellungnahme ist mit dem NABU Fröndenberg abgestimmt und zusammen eingereicht worden.

Besonders wichtig waren Renergie und NABU folgende Punkte:

  1. Es soll ein reiner Naturschutzwald werden, der nicht als Wirtschaftswald betrieben wird.
  2. Pflanzung als ausgeprägter Mischwald mit klima- und stressresistenten Bäumen und Pflanzen
  3. Es sollen keine Ausgleichsflächen für anderweitig versiegelte Flächen herangezogen werden


Bericht zur Jahreshauptversammlung 2020

10.09.20

Der Geschäftsbericht zur Jahreshauptversammlung 2020 ist online: hier



Kommunalwahl in NRW - Renergie fragt, die Kandidatinnen und Kandidaten antworten

06.09.20

Im ersten Teil sind die Antworten der Kandidaten*innen für das Amt des Bürgermeisters in Fröndenberg, weiter unten sind die Antworten der Kandidaten*innen für den Posten des Landrats.

Ist der Klimaschutz eine Bürgermeister*innen Herzenssache?

Das will der Bürger-Energieverein Renergie Ruhr-Hellweg wissen und hat 10 Fragen an Hrn. Büscher (FWG), Hrn. Freck (CDU, FDP), Fr. Müller (SPD) und Hrn. Schröer (Bündnis 90/Die Grünen) gestellt, die sich anschicken, das höchste Amt in der Stadt Fröndenberg zu bekleiden.

Alle Kandidaten*innen haben die Fragen beantwortet und der Verein ist erstaunt über manch unerwartete Aussage zum Klimaschutz. Auch der heikelsten Frage, den persönlichen CO2-Fußabdruck erstellen zu lassen, sind die Befragten in der Mehrzahl nicht ausgewichen.

...

Thema Klimaneutralität

Anmerkung: Hr. Büscher hat die Fragen in einem zusammenhängenden Text beantwortet.

Definition Klimaneutralität: Handlungen und Prozesse, die keine Treibhausgasemissionen verursachen oder deren Emissionen vollständig kompensiert werden können, haben keine, das Klima beeinflussende Wirkung, sie werden als klimaneutral bezeichnet.

Frage 1: Welches zeitliche Ziel verfolgen Sie, um die Klimaneutralität der Stadt Fröndenberg Kommune, Privathaushalte, Gewerbe und Industrie) zu erreichen?

Hr. Freck: Mir fehlt die Transparenz um erkennen zu können, welche konkreten Maßnahmen zur Umsetzung erforderlich sind und vor allem, welche Einwirkungs-/Motivationsmöglichkeiten mit Blick auf die bei dieser Frage bedeutsamen Bereiche Privathaushalte, Gewerbe und Industrie einer Stadt zur Verfügung stehen. Deshalb sehe ich mich jetzt nicht in der Lage, eine realistische Zeiteinschätzung abzugeben. Mir ist aber bekannt, dass sich schon einige Städte zu der Absicht bekannt haben, bis zum Jahr 2035 die Klimaneutralität erreichen zu wollen. Dieser Zeitpunkt könnte eine Orientierungshilfe sein.

Fr. Müller: Es wäre nicht seriös, eine Zeitvorgabe zur Erreichung der Klimaneutralität unserer Stadt zu machen. Bereits Absichtserklärungen sind aus meiner Sicht nicht wirklich möglich, da Entwicklungen immer auch von Randbedingungen und äußeren Einflüssen abhängen. Es ist aber mein - auch öffentlich - erklärtes Ziel, als Bürgermeisterin für Fröndenberg intensiv auf die Klimaneutralität unserer Stadt hin zu arbeiten.

Hr. Schröer: Natürlich will ich in meiner Amtszeit soviel zur Klimaneutralität beitragen, wie nur möglich. Schließlich war es der Klimaschutz, der mich im letzten Jahr zu den Grünen gebracht hat. Und das bringt mich auch schnell zu Frage 2…

Thema Klimanotstand

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25. September 2019 den Klimanotstand für die Stadt Fröndenberg erklärt.

Frage 2: Was bedeutet das für Sie und was werden Sie als Bürgermeister*in konkret verändern, um dem Klimanotstand wirksam zu begegnen?

Hr. Freck: Das bedeutet, dass wir den Aspekt des Klimaschutzes künftig bei allen Entscheidung berücksichtigen und im Rahmen der Entscheidungsfindung mit abwägen müssen. Im Übrigen bin ich der festen Überzeugung, dass wir als Stadt keinen wirksamen Ansatz finden werden, um aus unserem eigenen Handeln heraus dem Klimanotstand wirksam begegnen, ihn also eindämmen, zu können. Der Klimanotstand ist ein globales Problem, welchem lokal bzw. regional nicht erfolgreich zu begegnen ist. Wir können als Stadt lediglich einen äußerst bescheidenen Beitrag, z.B. durch angewandte Energieeffizienz, durch CO2-neutrale Beschaffung, Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierungsprozesse, etc. beisteuern und wollen das auch, um so als Vorbild für unsere Unternehmen und Einwohner voran zu gehen.

Fr. Müller: Der Beschluss des Rates unserer Stadt bedeutet für mich einen klaren Auftrag an die Bürgermeisterin, die klimatischen Auswirkungen sämtlicher Maßnahmen und Projekte in unserer Stadt fest zu stellen und den politischen Entscheidungsträgern darzustellen. Dazu gehört auch, das Handeln der städtischen Verwaltung auch zukünftig an Klimaschutzaspekten aus zu richten.
Es müssen nicht immer und in jedem Fall ausschließlich Veränderungen sein, um dem Klimanotstand wirksam zu begegnen. Es ist ja nicht so, dass in Verwaltung und politischem Raum bisher kein Klimaschutz und Umweltschutz stattgefunden hat. Mitnichten!
Aber es wird in Zukunft auch Veränderungen geben. Sie ergeben sich z.B. aus der Arbeit des Klimaschutzkoordinators bzw. der Klimaschutzkoordinatorin und deren Auswirkungen auf unsere Stadt (siehe auch Absatz 1 zu dieser Frage).

Hr. Schröer: Was war das für eine Überraschung, als der Rat der Stadt Fröndenberg mit leichter Mehrheit den Klimanotstand ausgerufen hatte. Leider sind noch nicht viele Taten gefolgt. Das werde ich als Bürgermeister ändern. Ich werde penetrant lästig sein und dafür sorgen, dass bei jeder Entscheidung die Klimaneutralität bewertet wird und untersucht wird, ob es ggfs. ökologisch wirksamere Alternativen gibt. Nur wenn es im Bewusstsein aller Bürger*innen und Verwaltungsangestellten fest verankert ist, dass wir ein großes Problem haben und nur noch dieses eine Chance haben, die größte Klimakatastrophe abwenden zu können, können wir von einer Symbolpolitik zu einem echten Klimaschutz kommen.

Thema Klimaschutz in der Stadtverwaltung

Der Stadtrat hat beschlossen einen Klimaschutzmanager einzustellen. Dies ist laut verfügbarer Unterlagen der Stadtverwaltung bisher eine 3/4 Stelle und auch nur auf 2 Jahre befristet.

Frage 3: Halten Sie diese Ausschreibung für ausreichend oder müsste das Engagement erhöht und eine unbefristete Vollzeitstelle ausgeschrieben werden, um überhaupt einen Bewerber nach Fröndenberg zu locken? Wie sollte der Klimaschutzmanager im Organigramm der Verwaltung eingeordnet sein?

Hr. Freck: Fröndenberg ist eine kleine kreisangehörige Stadt, insofern halte ich die Bemessung der Arbeitszeit wie auch die vorgesehene Befristung für angemessen. Die Einstellung von Klimaschutzmanagern stellt für die meisten Kommunen eine neue Aufgabe dar. Wir brauchen erst einmal die Zeit, um den Arbeitsbedarf bemessen zu können und die Erfahrung, um uns auch die Frage zu beantworten, ob dieser Weg auf Dauer richtig ist oder ob man sich besser im Rahmen von interkommunaler Zusammenarbeit mit anderen Städten oder innerhalb des Kreises vernetzt. Da die Stadt für einen eigenen Umweltbereich zu klein ist, würde ich den Klimaxchutzmanager vermutlich als Stabsstelle direkt dem Bürgermeister zuordnen. Das muss sich aber noch ergeben.

Fr. Müller: Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich im Rahmen dieses Fragenkatalogs zu einer bereits getroffenen Personalsache keine Stellung nehme.
Ich will, dass der Klimakoordinator bzw. die Klimakoordinatorin seine/ihre Arbeit zunächst beginnt. Ich hätte aber als Bürgermeisterin die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis auszuweiten, wenn sich hierfür eine Notwendigkeit ergäbe. Diese Möglichkeit würde ich dann auch nutzen. Dies gilt insbesondere für eine Entfristung des Arbeitsverhältnisses.
Ich habe bereits mehrfach öffentlich geäußert, dass die Stelle des Klimakoordinators bzw. der Klimakoordinatorin mir als Bürgermeisterin direkt zugeordnet wäre. Dies werde ich im Organigramm der Stadtverwaltung auch genauso darstellen.

Hr. Schröer: Natürlich ist die Klimawende nicht in 2 Jahren zu schaffen. Die Thematik wird uns fortlaufend beschäftigen (müssen). Eine Klimaschutzmanagerin gehört Vollzeit, unbefristet direkt am Bürgermeister angedockt.

Frage 4: Wie wollen Sie sicherstellen, dass das Bewusstsein für die Klimakrise an Schulen, Kindergärten und bei den Bürger*innen sowie in Ihrer Verwaltung in Sachen Klimaschutz gestärkt wird?

Hr. Freck: Durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit des Klimaschutzmanagers.

Fr. Müller: Ich bin sicher, dass das Bewusstsein für die Klimakrise an Schulen, Kindergärten und bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadtverwaltung längst massiv ausgeprägt ist. Die Klimaprobleme existieren ja nicht erst seit gestern.
Ich für meinen Teil bin mir als Bürgermeisterin für Fröndenberg sicher, dass in allen genannten Bereichen das Bewusstsein für die Klimaprobleme nicht nachlassen wird, weil sich alle Beteiligten über die Wichtigkeit des Klimaschutzes und des Umweltschutzes im Klaren sind. Ich werde als Bürgermeisterin für Fröndenberg zu jeder Zeit für dieses Bewusstsein eintreten.

Hr. Schröer: Eine gute Informationspolitik ist der Schlüssel zur Veränderung. Altersgerecht aufbereitet müssen Vorträge, wie der des Soester Meeresbiologen Dr. Udo Engelhardt, vom Kindergarten bis zum Seniorenheim die Bürger*innen informieren und motivieren zur Veränderung.

Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Frage 5: Sind Sie bereit, einen regelmäßig tagenden Klimabeirat mit Beteiligung der Wirtschaft und aller gesellschaftlichen Gruppen zu Fragen der Klimakrise einzuberufen? Wenn nein, warum nicht?

Hr. Freck: Dazu wäre ich bereit, wenn ich zu der Überzeugung komme, dass die Arbeit des Beirats wirksam ist. Hierzu wäre natürlich erst einmal eine Grundsatzentscheidung des Rates erforderlich und es müsste klar sein, ob und welche Kompetenzen ein solcher Beirat hätte.

Fr. Müller: Ich sehe eine meiner Aufgaben als Bürgermeisterin darin, geeignete Instrumente zu finden, um Fragen zum Thema „Klima und Umwelt“ interessengruppenorientiert und bürgernah zu behandeln. Ein „Klimabeirat“ könnte ein Instrument sein.

Hr. Schröer: Wie gesagt, Klimaschutz ist Chefsache. Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten überzeugt sind und mitmachen. Daher gehören auch Wirtschaft und alle gesellschaftlichen Gruppen an einen Tisch – und das regelmäßig. Damit aus den Ergebnissen solcher Gespräche auch etwas wird, brauchen wir den Klimaschutzmanager.

Frage 6: Welche Maßnahmen bzw. Anreize werden Sie ergreifen, damit das große Potential der Fassaden und Dachflächen von Gebäuden (privat, gewerblich und kommunal ) für die Installation von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen stärker als bisher genutzt wird?

Hr. Freck: Ich könnte mir vorstellen, den Klimaschutzmanager zur unterstützenden Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen.

Fr. Müller: Hierzu werde ich als Bürgermeisterin mit den zuständigen kommunalen Fachbereichen der Stadt (z.B. Bauverwaltung, Finanzverwaltung) ausführliche Gespräche führen. Diese Gespräche werden auch ergeben, welche Möglichkeiten es gibt, private oder gewerbliche Personen oder Organisationen zur vermehrten Nutzung regenerativer Energien zu bringen.

Hr. Schröer: Zunächst einmal ist es wichtig, dass unser Netz ertüchtigt wird, weiteren Strom aus klimaneutralen Anlagen aufzunehmen. Ich glaube, die Bürger*innen und Geschäftsleute sind durchaus bereit, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf und an ihren Gebäuden und Grundstücken anzubringen. Der Trend zur e-Mobilität wird das weiter befeuern und Fördermaßnahmen werden für die notwendige Motivation sorgen.

Frage 7: Sind Sie dafür, dass unsere Stadtwerke hierzu den Netzausbau schnellstmöglich bewerkstelligen, damit in allen Stadtteilen Solaranlagen angeschlossen werden können?

Hr. Freck: Ja! Aber ich muss auch akzeptieren, dass die Entscheidungskompetenz in dieser Frage bei den Stadtwerken liegt und dort unter Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Belange getroffen wird. Wobei ich meine, dass die Stadtwerke den Netzausbau fortgesetzt haben.

Fr. Müller: Eine vermehrte Nutzung regenerativer Energien ist logischerweise nur möglich, wenn die dazu erforderliche Infrastruktur vorhanden ist. Hierzu wären mit den Stadtwerken Gespräche zu führen.

Hr. Schröer: Siehe Frage 6

Klimaschutz eine Herzenssache des neuen Bürgermeisters?

Frage 8: Werden Sie sich als zukünftiger Bürgermeister/ zukünftige Bürgermeisterin bei allen Entscheidungen im Rat und in den Ausschüssen stets für die klimaschonendere Variante stark machen, auch wenn es interne Widerstände gibt?

Hr. Freck: Der Klimaschutz wird eine Herzenssache sein. Allerdings kann der Klimaschutz niemals das alleinige und alles andere verdrängende Entscheidungskriterium sein. Das hängt jeweils vom Einzelfall ab. Deshalb kann ich diese Frage angesichts der Fragestellung leider nicht pauschal mit „ja“ beantworten.

Fr. Müller: Vorab:
Meine durch und durch positive Einstellung zum Klimawandel und zum Umweltschutz als notwendige Konsequenz ist allgemein bekannt.
Dieser Linie werde ich als Bürgermeisterin absolut treu bleiben! Ich habe dies vielfach und natürlich auch öffentlich deutlich gemacht – vor wenigen Tagen noch in einer Podiumsdiskussion mit den Jahrgängen Q1 und Q2 unserer Gesamtschule in der dortigen Aula.
Selbstverständlich werde ich als Bürgermeisterin dem Rat und den Ausschüssen für anstehende Entscheidungen Beschlussvorlagen fertigen, in denen Klima-Aspekte berücksichtigt sind. Allerdings ist auch klar: Die Entscheidungen trifft nicht die Bürgermeisterin, sondern die Politik.

Hr. Schröer: Widerstände sind dafür da, durch Überzeugungsarbeit und gutes Vorbild gebrochen zu werden. Wie oben beschrieben, ist der Klimaschutz keine Option, sondern Pflicht und Chefsache – eine Herzensangelegenheit sowieso!

Frage 9: Haben Sie schon konkrete Projekte im Kopf, was Sie in ihrer ersten Amtsperiode anpacken wollen, um die Stadt Fröndenberg in Bezug auf die notwendige Energiewende in allen Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität) nach vorne zu bringen?

Hr. Freck: Es gibt sicherlich einige Möglichkeiten. Gleichwohl halte ich erst einmal an dem Bewährten fest. Damit meine ich den Einsatz von LED, die Wärmedämmung und Isolierung bei Gebäudesanierungsmaßnahmen und auch die weitere Planung von Radwegen. Alles andere sollte in einem koordinierten Prozess gesteuert durch den Klimaschutzmanager entwickelt werden.

Fr. Müller: Natürlich! Als Beispiel nenne ich mein bereits mehrfach öffentlich angesprochenes Projekt eines gemeinsamen Blockheizkraftwerkes für Schulzentrum, Löhnbad, Lehrschwimmbecken und Sporthallen.

Hr. Schröer: Ergänzend zu den oben aufgeführten Argumenten:

  1. Vorbild sein
  2. Im Gespräch bleiben
  3. Erfolge feiern
  4. Schauen, wie andere Kommunen bereits erfolgreich im Klimaschutz unterwegs sind (z.B. Kreis Steinfurt)
  5. Fördertöpfe auftun
  6. Das Netz ausbauen
  7. Potenziale für z.B. Blockheizkraftwerke und Bürgerprojekte ermitteln und nutzen

Frage 10: Wären Sie bereit Ihre aktuelle persönliche CO2-Bilanz (z. B. über den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes) zu erstellen oder erstellen zu lassen und diesen Wert zu veröffentlichen?

Hr. Freck: Ich hätte schon Interesse daran, meine persönliche CO2-Bilanz berechnen zu lassen. Allein schon aus dem Gedanken der Eigensensibilisierung für dieses Thema. Zu einer Veröffentlichung im Kontext mit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise im Rahmen einer kommunalen CO2- Senkungskampagne, würde ich dann auch bereit sein.

Fr. Müller: Ich bin aktuell nicht davon überzeugt, dass meine persönliche CO2-Bilanz einer externen Dokumentation bedarf. Ich werde als Bürgermeisterin ein dauerhaftes und nachhaltiges Klima-Controlling unserer Stadt durchführen (lassen). Dies ist ein geeignetes und angemessenes Instrument – öffentlich und transparent.

Hr. Schröer: Ja. Auch wenn ich durch meine aktuelle, private Situation (Arbeitsplatz Münster) noch keine allzu positiven Ergebnisse erwarte. Aber das wird sich ja ändern, sobald ich Bürgermeister bin.

Standpunkte Hr. Büscher:

Die Fridays for Future Bewegung hat der Menschheit die Augen geöffnet und wir müssen uns alle bemühen, unsere Erde zu erhalten. Die ausgegebenen Ziele, den CO²-Ausstoß zu verringern, sollten wir einhalten. Die Stadt Fröndenberg hat genau diese Ziele im Blick und versucht in allen Bereichen klimaneutral zu arbeiten.

Wir haben in der Vergangenheit z.B. auf papierlose Ratsarbeit umgestellt, LED-Beleuchtung im Stadtgebiet installiert, Blockheizkraftwerke in öffentlichen Einrichtungen sollen installiert, bzw. sind schon installiert worden. Seit vielen Jahren wird in Fröndenberg regenerativer Strom aus Wind- und Wasserkraft erzeugt. 2008 wurde bereits ein Klimarat aus den Fraktionsvorsitzenden ins Leben gerufen, so etwas könnte man wieder anstreben. Ein Klimakoordinator wird zukünftig die Stadt und den Bürgerinnen und Bürger beratend zur Seite stehen.

Für mich persönlich kann ich festhalten, dass ich sehr wohl an das Klima denke und versuche die Schöpfung zu bewahren. Zu meinem Leben gehören zwei kleine Windräder, die Strom produzieren, genauso wie eine Photovoltaikanlage. Ich heize seit 2009 mit Erdwärme, die mit Solar zusätzlich unterstützt wird und ich fahre ein Hybridfahrzeug. Außerdem habe ich einen schönen grünen Garten, in dem viele Pflanzen und Bäume wachsen und sich Insekten wohl fühlen.

Mein persönlicher CO²-Abdruck dürfte somit eigentlich positiv ausfallen!

Natürlich gibt es noch eine Reihe an Maßnahmen, die in der Stadt durchgeführt werden können.

Öffentliche Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszurüsten, wäre schon gut, das Netz der Stadtwerke muss dafür aber auch ausgelegt werden und bedarf einer nicht unerheblichen Investition.

Wenn wir es jetzt noch schaffen, zukünftige Baugebiete so zu gestalten, dass sie ökologisch gebaut werden (z.B. Geothermie, grüne Bedachung und Photovoltaik, also Niedrigenergiehäuser), wären wir bestimmt nicht auf dem Holzweg.

Unser beantragter Klimawald wird in diesem Jahr noch angelegt und weitere können folgen. Wir können in diesem Bereich andere Kommunen darauf aufmerksam machen, damit sie es uns gleich tun. Im Hinblick auf die Grünflächenpflege im gesamten Stadtgebiet müssen Blühstreifen angelegt werden, sie sehen nicht nur gut aus sondern sind absolut nützlich für Insekten.

Ich finde es richtig, dass wir die Stelle des Klimakoordinators befristet ausgeschrieben haben, denn bei allen Vorhaben dürfen wir den Haushalt nicht außeracht lassen.

Der Kreis Unna fordert immer mehr Geld und unsere Spielräume werden immer enger!

Wir zahlen die Kreisumlage und finanzieren damit die VKU, die in Fröndenberg gar nicht fährt. Der ÖPNV ist auch ein großes Thema, dem wir uns nicht verschließen dürfen. Hier muss zukünftig einiges bearbeitet werden.

Wenn alle Menschen einmal für sich selbst an die Umwelt denken und sich an gewisse Regeln halten, können wir viel erreichen. Die Staatsmänner in einigen Ländern dieser Welt nehmen kaum bis gar nicht Rücksicht auf das Klima, da muss angepackt und sensibilisiert werden. Es darf nicht sein, dass z.B. ein Herr Bolsonaro die grüne Lunge aus Profitgründen zerstört, hier muss die weltweite Politik angreifen und diesem Herrn einmal sagen, was er anrichtet.

Ich denke wir sind in Fröndenberg auf einem sehr guten Weg, aber Fröndenberg rettet das Weltklima alleine nicht! Das muss man leider so deutlich sagen! Es muss weltweit in dieser Sache agiert werden und deshalb finde ich es gut, dass es junge Menschen gibt, denen es eben nicht egal ist, wie sich unsere Welt verändert.

Nicht nur ich stehe für den Klimaschutz, die FWG tut dies auch und hat seine Magazine zur Kommunalwahl klimaneutral drucken lassen. Auch Fröndenberg ist der Klimawandel nicht egal, das haben wir in der Vergangenheit gezeigt und denken auch zukünftig daran, deshalb finde ich den Ausruf des Klimanotstandes für Fröndenberg unpassend.


Antworten der Kandidatin und Kandidaten für den Landratsposten

Der Kreis Unna veröffentlichte: Um das Amt des Landrates können sich Mario Löhr aus Selm (Jahrgang 1971, SPD), Marco Morten Pufke aus Bergkamen (Jahrgang 1973, CDU), Herbert Goldmann aus Fröndenberg/Ruhr (Jahrgang 1954, GRÜNE), Susanne Schneider aus Schwerte (Jahrgang 1967, FDP) und Andreas Dahlke aus Lünen (Jahrgang 1965, GFL) bewerben.

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg bat die Kandidaten*innen für den Posten des Landrats ebenfalls um eine Stellungsnahmen zu den uns wichtig erscheinenden Fragen zum Klimaschutz.

...

Thema Klimaneutralität

Frage 1: Welches zeitliche Ziel verfolgen Sie, um die Klimaneutralität des Kreises Unna (Kommune, Privathaushalte, Gewerbe und Industrie) zu erreichen?

Hr. Dahlke: Ich mache keine Versprechungen, die ich nicht halten kann. Der Kreis Unna hat eine Klimaschutzinitiative beschlossen, die in die richtige Richtung geht. Erfolgreich wird die Transformation jedoch nur dann, wenn alle Kooperationspartner mitziehen. Hierbei werde ich alle Akteure motivieren, ermutigen und bei der Beseitigung von Hürden nach Kräften mithelfen. Die Umsetzung der Klimaschutzinitiative wird für mich Priorität haben. Ich hoffe darauf, dass wir in zehn Jahren schon ein großes Stück weiter gekommen sind. Je früher desto besser.

Hr. Goldmann: In der aktuellen Coronakrise mit ungewisser Einschätzung, wie lange und mit welchen Folgen diese für die Betroffenen noch andauern wird, erscheint eine reale Prognose zur Erreichung der Klimaneutralität im Kreis ziemlich offen. Zu viele Faktoren und Partner aus der kommunalen Familie, der Wirtschaft sind Teil eines solchen, gesellschaftsübergreifenden Prozesses. Dennoch sind alle Anstrengungen zu unternehmen, das vor der Krise gesetzte Ziel von 2035 einzuhalten.

Hr. Löhr: Ich halte mich da zunächst einmal an die bundesweiten Zieldefinitionen. Aber eigentlich bin ich auch bei diesem Thema ehrgeiziger als der Durchschnitt. Zudem glaube ich, dass wir hier in der Region beispielsweise als Standort für die Erzeugung von „grünem Wasserstoff“ durchaus wirtschaftlichen Nutzen aus dem notwendigen Klimaschutz ziehen können. Es ist mir wichtig, dass wir keine „Verlierer“ bei der Klimapolitik produzieren. Wir müssen das unter einen Hut bringen. Trotzdem will ich den Kreis Unna deutlich vor 2050 klimaneutral aufstellen.

Hr. Pufke: Das Ziel der Klimaneutralität sollte spätestens 2050 erreicht sein.

Fr. Schneider: Der Kreis Unna sollte danach streben, nicht nur klima-, sondern auch umweltneutral zu sein und gleichzeitig Industrie, Wirtschaft und Wachstum zu ermöglichen. Dazu müssen wir auf Technologien und Innovationen setzen und auch als Standort für Innovationen, Studien und Pilotprojekte zur Verfügung stehen. Klimaneutralität sollte möglichst bis 2040 erreicht werden.

Thema Klimanotstand

Frage 2: Was bedeutet das für Sie und was werden Sie als Landrat/rätin konkret verändern, um dem Klimanotstand zu begegnen?

Hr. Dahlke: Das Bedrucken von Papier bewirkt keinen Klimawandel. Wir müssen schnellstmöglich handeln. Der Klimanotstand verlangt ein Umdenken in vielen Bereichen: von der Mobilität über energetische Sanierung, das ökologische Produzieren, Wirtschaften und Konsumieren bis zur Aufforstung von Flächen. Diese Transformation sollte nicht das Etikett „Verzicht“ tragen, sondern Spaß machen (z. B. Wettbewerbe im Energie sparen, energiebewussten Einkaufen, klimaneutral mobil sein etc.). Klimaschutz ist für mich Chefsache.

Hr. Goldmann: Auch wenn dieser Begriff nicht in seiner wörtlichen Fassung, sondern vielmehr als „Symbol“ für die Bedeutung des Anliegens zu verstehen ist, dokumentiert diese Entscheidung den Mehrheitswillen des Kreistages, das Thema Klimaschutz und Klimafolgenanpassung auf der Liste der wichtigen anstehenden Aufgaben mit höchster Priorität mit entsprechender Bindungswirkung für die Verwaltung zu versehen. Die entscheidenden Weichen sind gestellt: am 01.09 wird der Kreistag die Klimapolitischen Leitlinien als Basis für das Klimaschutzprojekt verabschieden. Im Rahmen der „Wirkungsorientierten Steuerung“ wird sichergestellt, dass die gesetzten Ziele einer ständigen Überprüfung unterzogen werden.

Hr. Löhr: Wir haben in Selm, der Stadt in der ich seit elf Jahren Bürgermeister bin, keinen Klimanotstand beschlossen, weil wir schon konkrete Projekte, wie einen Klimaschutzmanager und ein Handlungskonzept verabschiedet hatten. Sie sehen daran, dass es mir auf konkrete Handlungsoptionen ankommt. Aktuell werden im Kreistag „Klimapolitische Leitlinien für den Kreis Unna“ diskutiert und hoffentlich auch verabschiedet. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum CDU und FDP das auf die lange Bank schieben. Da stehen sehr viele Handlungsoptionen drin, die ich für umsetzbar und notwendig halte. Einen besonderen Schwerpunkt will ich auf alles legen, was mit unserer Mobilität zusammenhängt: Also mehr Rad, mehr Bus, mehr Schiene, intelligent vernetzt und mit fairen Preisen! Wir brauchen ein attraktives Angebot, damit die Menschen ihr Auto öfter stehen lassen.

Hr. Pufke: Es besteht kein Notstand im Kreis Unna.

Fr. Schneider: Die Ausrufung des Klimanotstandes war ein rein symbolischer Akt, ohne tatsächliche Auswirkungen. Klimaschutz betreibt man jedoch nicht mit Symbolpolitik, sondern mit konkreten Maßnahmen. Eine Kernaufgabe sehe ich in der energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden.

Thema Klimaschutz im Kreis Unna

Frage 3: Wie sollte der/die Klimaschutzmanager*in im Organigramm der Verwaltung eingeordnet sein? Was werden Sie weiter personell tun, um den Anforderungen des Klimaschutzes wirklich gerecht zu werden?

Hr. Dahlke: A) Der Klimaschutzmanager sollte den Rang einer oberen Stabsstelle haben und nicht der Weisung anderer Fachbereichen unterliegen. Ich erwarte, dass die Person das Denken und Handeln im Kreis Unna kritisch begleitet und in einschlägigen Fällen konstruktive Optimierungslösungen einbringt.
B) Zum Thema Klimaschutz liegen alle notwendigen Informationen vor. Wir müssen sie nur umsetzen. Dafür brauchen wir nicht unbedingt neues Personal. Vielmehr sollten die aktuellen Mitarbeiter:innen jeweils in ihren Arbeitsbereichen klimafreundlich denken und handeln.

Hr. Goldmann: Die auf Antrag der GRÜNEN zum 01.08 eingestellte Klimaschutzmanagerin wird in die Stabsstelle beim Landrat eingebunden um die Bedeutung und Unabhängigkeit dieser Stelle zu dokumentieren.

Hr. Löhr: Ich betrachte Klimaschutz als Querschnittsaufgabe. Damit ist klar, das Thema und die Handlungsoptionen muss in den Köpfen aller ankommen – besonders bei denen, die Entscheidungen treffen und bei denen, die sie umsetzen. Die Frage nach der*m Klimaschutzmanager*in trifft also nicht den Kern. Wir werden diese Position solange haben, wie wir sie benötigen, um das Ziel zu erreichen, Klimaschutz zum Alltag zu machen. Das ist mir wichtig!

Hr. Pufke: Die Stelle ist im Fachbereich 69 gut angesiedelt.

Fr. Schneider: Das Projekt des Klimaschutzbeauftragten ist wie erwähnt zeitlich befristet. Am Ende der Projektzeit muss überprüft werden, was erreicht wurde und welche Projekte zukünftig angegangen werden müssen, um den Kreis Unna klimafreundlich zu gestalten.

Frage 4: Wie wollen Sie sicherstellen, dass der Klimanotstand wirklich in den Köpfen der Bürger*innen sowie in Ihrer Verwaltung ankommt?

Hr. Dahlke: Die Frage unterstellt, irgendjemand könnte das Denken der Menschen „mal eben“ ändern. Eine solche Person gibt es nicht. Klimaschutz wird aktuell noch viel zu sehr mit erhobenem Zeigefinder, mit Verzicht und mit Verlust von Lebensqualität verknüpft. Das alles ist kontraproduktiv: Was keinen Spaß macht, schiebt der Mensch gerne vor sich her. Deshalb: Die grüne Transformation muss Spaß machen, die Lebensqualität spürbar steigern und sich bestenfalls obendrein noch ökonomisch lohnen (z. B. Verkehrswende durch kostenlose Nutzung von Bus und Bahn). Wir müssen auch eine Weiterbildungsoffensive bei den Mitarbeiter:innen umsetzen. Jeder Beschlussvorschlag muss künftig auch auf den Sachverhalt der Klimaverträglichkeit dezidiert eingehen - und zwar in allen Gremien des Kreises Unna.

Hr. Goldmann: Es ist (bereits) beabsichtigt, durch eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe unter Beteiligung aller Fachbereiche alle anstehenden Projekte und Entscheidungen einer Vorprüfung zu unterziehen, inwieweit diese eine „Klimarelevanz“ enthalten bzw. entfalten. So werden z.B. zukünftig bei Bauvorhaben der Einsatz nachhaltiger Stoffe und Produkte bereits bei Ausschreibung geprüft.

Hr. Löhr: Ich glaube, das Thema ist in den Köpfen angekommen. Die Sorgen und Nöte rund um die Covid19-Pandemie haben das aktuell vielleicht ein bisschen überdeckt – aber, das Thema Klimaschutz ist präsent. Jetzt müssen wir die Alternativen schaffen, die Klimaschutz, Arbeit und Alltag mit einander kompatibel machen. Zum Thema Verkehr habe ich schon etwas gesagt, Energieerzeugung steht aber ebenfalls auf der Agenda und viele andere Themen auch: regionale Beschaffung, Verwendung von klimaneutralen Materialien etwa beim Bau, … Ohne solche Angebote wird es schwierig. Da, wo Politik und Verwaltung „Taktgeber“ sein müssen, will ich, dass wir mit guten Beispielen vorangehen. Bei anderen Projekten müssen wir Partner gewinnen, mit denen wir weiterkommen, beim Ausbau der Elektromobilität etwa oder – einen Schritt weiter – bei der Erzeugung von „grünem Wasserstoff“. Bei der Energiewende zeigt sich ja, dass wir mit Initiativen aus der Bürgerschaft einiges erreichen können.

Hr. Pufke: Siehe meine Antwort zu Frage 2.

Fr. Schneider: Klimaschutz muss sich ähnlich wie eine gelungene Fahrradkultur entwickeln und wachsen. Erzwungene Maßnahmen sind zwar möglich, häufig jedoch nicht nachhaltig, denn niemand ändert eingefahrene Verhaltensweisen von Grund auf und dauerhaft nur durch Zwang. Daher müssen die Strukturen passen, die es dem Einzelnen ermöglicht, sich umweltfreundlich zu verhalten. Der Klimaschutzmanager hat hier die besondere Aufgabe, diese Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch die Volkshochschulen im Kreis Unna können mit entsprechenden Kursen einen Beitrag zur Information leisten.

Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Frage 5: Werden Sie als Landrat/rätin dafür sorgen, dass alle gesellschaftlichen Gruppen und auch die Wirtschaft im Kreis zur Umsetzung der Energiewende aufgefordert und eingebunden werden?

Hr. Dahlke: Ja, das wäre mein Ziel. Daran würde ich nach Kräften arbeiten. Der grüne Kreis Unna - das wäre für mich ein gesellschaftliches aber auch Marketingziel. Mit Klimaschutz kann man auch seine Produkte bewerben: „Made im klimafreundlichen Kreis Unna“.

Hr. Goldmann: Die jetzige Klimakonferenz beim Kreis hat gezeigt, welch hohes Interesse nicht nur bei den Umweltverbänden, sondern auch bei den Unternehmen im Kreis, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG), den heimischen Energieversorgern u.a. besteht. Diese mitzunehmen ist vorrangiges Ziel einer erfolgreichen Energiewende. Gelingen wird dieses Ziel aber nur, wenn es auf einem partnerschaftlichen Miteinander basiert, der die unterschiedlichen Rollen und Positionen erfasst und berücksichtigt.

Hr. Löhr: Ja! Das ist genau mein Politikansatz. Als Bürgermeister in Selm habe ich sofort einen sogenannten „langen“ Tisch (es gab keine runden Tische, die genug Platz boten) ins Leben gerufen. Das hat gut funktioniert, dabei sind wichtige Impulse herausgekommen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass alle Themen, die den Klimawandel betreffen, nur als gesellschaftliches Gesamtprojekt zu lösen sind, deshalb ein klares „Ja“ zu dieser Frage.

Hr. Pufke: Ja.

Fr. Schneider: Wie in Düsseldorf beschlossen kann ich mir eine Kommission Klimahilfe vorstellen, in der jeweils Fraktionsvertreterinnen und -vertreter zusammen mit der Verwaltung wichtige Bausteine zur Erreichung der Klimaneutralität vorberät und anschließend den Fachausschüssen und dem Rat zur Abstimmung vorschlägt. Zu den Sitzungen können jeweils auch weitere Akteure eingeladen werden.

Frage 6: Welche Maßnahmen bzw. Anreize werden Sie ergreifen, damit das große Potential der Fassaden und Dachflächen von Gebäuden (privat, gewerblich und kommunal) für die Installation von Solaranlagen stärker als bisher genutzt wird?

Hr. Dahlke: Ich werde mich dafür einsetzen, dass Neubauten generell ökologisch und klimafreundlich errichtet werden. Das lässt sich z. B. Über die Bauordnung festschreiben. Was die Bestandsimmobilien betrifft, sollten bürokratische Hürden schnellstmöglich abgebaut und Eigentümer mit fachlich fundierten wie individuell maßgeschneiderten Hilfestellung überzeugt werden. Was das Finanzielle betrifft: Vorhandene Fördertöpfe sollten bekannt gemacht und ausgenutzt werden (z. B. KfW-Mittel für Energieeffizient).

Hr. Goldmann: Die Zuständigkeit in dieser Frage liegt primär bei den Kommunen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Ausnahmen sind ggf. gegeben, wenn die kreisweite WfG im Rahmen eigener Projekte über die Neuansiedlung von Unternehmen zu entscheiden hat. Da es aber sinnvoll erscheint, ein in sich schlüssiges Konzept für das Kreisgebiet zu erreichen, bedarf es auch hier einer gemeinsamen Linie zwischen Kreis und den kreisangehörigen Kommunen.

Hr. Löhr: Sie haben es ja in Fröndenberg vorgemacht und schon einige Projekte umgesetzt. Ich will mir das im Kreis mit seinen Möglichkeiten auf eigenen Gebäuden oder etwa im Wohnungsbau der UKBS genau ansehen. Und dann gilt: Mit gutem Beispiel vorangehen.

Hr. Pufke: Ich werde eine effiziente Energieberatung unterstützen.

Fr. Schneider: Große Dachflächen sollen verstärkt mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen ausgestattet werden. Firmen tun dies vermehrt und vermieten sozusagen diese Flächen. Die Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bietet hier umfassende Fördermöglichkeiten an. Auch hier kann der Klimaschutzmanager Bürgerinnen und Bürgern weiterhelfen und Aufklärung leisten.

Klimaschutz eine Herzenssache des/der neuen Landrates/rätin?

Frage 7: Werden Sie sich als zukünftige Landrat/ zukünftige Landrätin bei allen Entscheidungen im Kreis stets für die klimaschonendere Variante stark machen, auch wenn es Widerstände gibt?

Hr. Dahlke: Ich bin von Beruf grüner Unternehmer (Landschafts- und Gartenbau). Mein Herz hängt an der Natur. In der Politik sind Widerstände an der Tagesordnung. Klar ist, dass Umwelt- und Klimaschutz für mich eine obere Priorität haben. Es kann im Einzelfall sein, dass ein wichtiges Projekt zu Lasten der Natur und Umwelt durchgeführt werden muss. Für diesen Ausnahmefall werde ich mich aber für eine Überkompensation des ökologischen Schadens stark machen.

Hr. Goldmann: Als „GRUENER“ Landrat lege ich allein aus meinem politischen Grundverständnis einen hohen Stellenwert auf alle ökologischen Belange. Eine „Ausschließlichkeit“ wird es schon allein auf der Grundlage der gesetzlich verbindlichen Rahmenbedingungen nicht geben können, da auch eine Verwaltung an wirtschaftliches Handeln gebunden ist.

Hr. Löhr: Ich stehe dafür, alle Aspekte ins Auge zu fassen – „das Ganze im Blick“, wenn Sie so wollen. Klimaneutralität steht dabei ganz oben auf der Skala – keine Frage. Wir sollten aber nicht so tun, als würde es in Zukunft nicht auch Flächenverbrauch geben oder Autoverkehr mit Verbrennern. Das klar vor Augen, sage ich: Ja zu ihrer Frage.

Hr. Pufke: Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte müssen in jedem Fall gut abgewogen werden.

Fr. Schneider: Entscheidungen sollten nicht allein anhand eines Kriteriums getroffen werden. Nur in der Abwägung aller Faktoren können sinnvolle Lösungen gefunden werden

Frage 8: Haben Sie schon konkrete Projekte im Kopf, was Sie in ihrer ersten Amtsperiode anpacken wollen, um den Kreis Unna in Bezug auf die notwendige Energiewende in allen Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität) nach vorne zu bringen?

Hr. Dahlke: Auf meiner Vorstellungstour durch Städte und Gemeinden im Kreis Unna habe ich immer wieder hören müssen, dass man zu wenig oder gar nicht miteinander spricht. Das ist ein Unding. Um in Sachen Klimaschutz voranzukommen, brauchen wir eine gute Kommunikation im Kreis in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dieses zu erreichen, gehört zu meinen ersten Aufgaben.

Hr. Goldmann: Mit Hinweis auf meine Ausführungen zu den Fragen 1 und 5 erscheint mir die Nennung konkreter Projekte zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht und nicht angemessen. Nehme ich die Frage ernst, alle gesellschaftlichen Gruppen in einen offenen Prozess einzubinden, sind sowohl anstehende Projekte, deren Überprüfung auf Realisierbarkeit und einer erforderlichen Priorisierung, das Ergebnis gemeinsamer Beratungen und Entscheidungen. Eigene Projekte bereits jetzt voranzustellen, würden die Ernsthaftigkeit und den Erfolg eines solchen Prozesses unnötig infrage stellen.

Hr. Löhr: Ich habe für die ersten Jahre einer Amtszeit als Landrat zwei Kernprojekte: Die Mobilität jenseits des KfZ fördern. Also den Umstieg auf ÖPNV, SPNV und Rad. Bei diesem Thema haben wir erstklassige Vorarbeiten, mit der fahrtwind-App, den Radstationen und unserer VKU, vor allem im Zusammenspiel untereinander. Da müssen wir weitermachen. Wir haben aber auch noch ein paar Hemmnisse abbauen. Nehmen wir nur den Übergang vom Westfalentarif zum VRR, die Erreichbarkeit in den Abendstunden, eine schnellere Linienführung oder die „letzte Meile“, die wir mit einem großen Bus nicht bedienen können. Ich möchte autonomes Fahren austesten und neue Antriebe bei Bussen und dem Fuhrpark des Kreises und seiner Gesellschaften. Ein anderes Thema ist das Ende, der Kohle-Ära bei der Energieerzeugung. Da ist unsere Region – unser Kreis im Norden – stark betroffen. Ich will das als Chance nutzen und die Mittel, die uns der Bund zur Verfügung stellen will in wenigen klar definierten Projekten bündeln, die Arbeit und Klimaschutz mit einander verbinden.

Hr. Pufke: Für Projekte und Innovationen bietet sich die Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft als Branchenschwerpunkt an.

Fr. Schneider: Neue Gebäude in kommunaler Hand stets möglichst energieeffizient gebaut und betrieben werden. Dabei sollte stets nach den aktuellen Standards (z. B. Passivhaus) gehandelt werden, die für die Form von Gebäude am sinnvollsten eingesetzt werden kann. Energieversorger, die Stromleitungen zu den Endverbrauchern verlegen und betreiben wollen, sollten stärker in die Verantwortung genommen werden. Sie sollen Konzessionsabgaben entrichten, die wiederum in einen Klimaschutzfonds eingezahlt werden, um damit zielgerichtete Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz zu finanzieren. Im Mobilitätsbereich kann ein gesunder Mix aus einem verbesserten ÖPNV, einem Ausbau der Elektromobilität und einer verbesserten Fahrradkultur einen entscheidenden Beitrag leisten.

Frage 9: Wären Sie bereit, Ihre aktuelle persönliche CO2-Bilanz (z. B. über den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes) zu erstellen oder erstellen zu lassen und diesen Wert zu veröffentlichen?

Hr. Dahlke: Im Prinzip schon. Einerseits wollen wir ja voneinander lernen. Andererseits möchte ich vermeiden, dass solche persönlichen Bilanzen zum Datenmissbrauch anregen oder dazu dienen, bestimmte Menschen an den Pranger zu stellen. Ich persönlich würde mitmachen; ich hätte aber auch Verständnis, wenn sich jemand nicht outen möchte.

Hr. Goldmann: Zu meinem politischen Grundverständnis gehört eine hohe persönliche Transparenz insbesondere im politischen Wirken nach innen und nach außen. Die Frage, ob sich ein Landrat zwingend auch in seinem privaten Umfeld „ins Schaufenster“ einer öffentlichen Betrachtung stellen sollte, habe ich für mich noch nicht abschließend beantwortet.

Hr. Löhr: Ich bin sicher, da ist noch viel Luft nach oben, was meine persönliche CO²-Bilanz angeht. Ich nehme es sportlich und als Ansporn – also: Ja.

Hr. Pufke: Gerne - in der Funktion als Landrat.

Fr. Schneider: Mir ist es wichtiger, konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen, als teilweise sehr persönliche Angabe bürokratisch in einen Rechner einzugeben. Eine Maßnahme wäre auch die weitere Umstellung des Fuhrparks auf E-Autos und Hybridfahrzeuge.



Kommunalwahl in NRW - Fragen zum Klimaschutz an die Kandidatinnen und Kandidaten

Am 13. September finden in NRW die Kommunalwahlen statt. Unter anderem werden der Landrat für den Kreis Unna und der Bürgermeister in Fröndenberg gewählt. Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg hat einige Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten gestellt und gebeten, zu erläutern wie ihre zentralen Positionen bezüglich des Klimaschutzes sind.

Es folgen die Anschreiben an die Kandidatinnen und Kandidaten. Die Fragen sind hier:
Fragen Kandidatur Landrat
Fragen Kandidatur Bürgermeister

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren,

Sie kandidieren für das Amt des/der Landrats/rätin im Kreis Unna. Wir beglückwünschen Sie zu dieser Entscheidung und Ihren Mut, sich diesem demokratischen Prozess zu stellen. Wir finden es ausgesprochen positiv, dass es so viele Kandidaten sind, die sich für dieses Amt bewerben. Dies erlaubt eine politische Auseinandersetzung und Diskussion um bestimmte Themen, die die Menschen umtreiben.

So geht es auch uns. Wir sind ein gemeinnütziger Bürgerenergieverein, ansässig in Fröndenberg, aber über die Stadt hinaus im weiteren Umkreis aktiv. Wir setzen uns ein für erneuerbare Energien und haben mehrere Bürgersolaranlagen auf den Weg gebracht. Wir informieren Bürger über die Energiewende und Themen des Klimaschutzes. Wir gehen davon aus, dass Sie unseren Verein kennen und dass Ihnen unsere Aktivitäten bekannt sind. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Mit diesem Anspruch möchten wir gerne Ihre Einstellung und Ihre Vorstellungen zu dem Klimawandel kennen lernen. Wir möchten uns ein Bild davon machen, welche Priorität Sie dem Klimaschutz und der Umsetzung der Energiewende einräumen. Der Kreis Unna hat im letzten Jahr, so wie viele andere Kreise, Städte und Kommunen in NRW und ganz Deutschland, den Klimanotstand erklärt und damit die Dringlichkeit von Veränderungen deutlich gemacht. Ein "Weiter so" darf es nicht mehr geben. Die Corona-Pandemie hat dieses zentrale Thema ein wenig verdrängt. Doch die Klimaveränderung geht unaufhörlich weiter und wird, wenn nicht massiv gegengelenkt wird, unser Zusammenleben noch mehr beeinträchtigen, als es Corona je vermag.

Da eine öffentliche Diskussion in Corona-Zeiten sehr schwierig ist, erlauben wir uns Ihnen beigefügtes Papier zu senden und bitten Sie, uns diese Fragen bis zum 31.08. zu beantworten.Wir beabsichtigen diese Fragen und Ihre Antworten dem Hellweger Anzeiger zur Veröffentlichung zu geben.

Wir verstehen, dass Sie von vielen Bürgern und Gruppen zu wichtigen Themen befragt werden, würden uns aber sehr freuen, wenn Sie dem Klimaschutz in unserem Kreis diesen Stellenwert einräumen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren,

Sie kandidieren für das Amt des/der Bürgermeisters/in in Fröndenberg. Wir beglückwünschen Sie zu dieser Entscheidung und Ihren Mut, sich diesem demokratischen Prozess zu stellen. Wir finden es ausgesprochen positiv, dass es so viele Kandidaten sind, die sich für dieses Amt bewerben. Dies erlaubt eine politische Auseinandersetzung und Diskussion um bestimmte Themen, die die Menschen umtreiben.

So geht es auch uns. Wir sind ein Bürgerenergieverein mit Sitz in Fröndenberg, sehen uns aber ebenso der umliegenden Region verpflichtet. Wir setzen uns ein für erneuerbare Energien und informieren Bürger über die Energiewende und Themen des Klimaschutzes. Wir gehen davon aus, dass Sie unseren Verein kennen und dass Ihnen unsere Aktivitäten soweit bekannt sind. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Mit diesem Anspruch möchten wir gerne Ihre Einstellung und Ihre Vorstellungen zu dem Klimawandel kennen lernen. Wir möchten uns ein Bild davon machen, welche Priorität Sie dem Klimaschutz und der Umsetzung der Energiewende einräumen. Fröndenberg hat im letzten Jahr, so wie viele andere Städte und Kommunen in NRW und ganz Deutschland auch, den Klimanotstand erklärt und damit die Dringlichkeit von Veränderung deutlich gemacht und dass es ein "weiter so" nicht mehr geben darf. Die Corona-Pandemie hat dieses zentrale Thema ein wenig verdrängt. Doch die Klimaveränderung geht unaufhörlich weiter und wird, wenn nicht massiv gegengelenkt wird, unser Zusammenleben noch mehr verändern, als es Corona je vermag.

Da eine öffentliche Diskussion zu Corona-Zeiten sehr schwierig ist, erlauben wir uns, Ihnen beigefügten Fragenkatalog zu senden und bitten Sie, uns diese Fragen bis zum 31.08. zu beantworten.

Parallel gehen diese Fragen an den Hellweger Anzeiger. Wir möchten gerne diese 10 Fragen und Ihre Antworten dort veröffentlichen. Wir verstehen, dass Sie von vielen Bürgern und Gruppen zu wichtigen Themen befragt werden, würden uns aber sehr freuen, wenn Sie dem Klimaschutz in unserer Stadt diesen Stellenwert einräumen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.


12.08.20: Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung (JHV) findet am 12. August um 19:00 Uhr in der Kulturschmiede, Ruhrstr. 12 in Fröndenberg statt. Hier haben wir sehr gute Bedingungen, um die behördlichen Vorgaben zur Corona-Pandemie einhalten zu können. Daher ist auch diese JHV öffentlich und Gäste sind herzlich willkommen.

Der Verein hat sich coronabedingt seit März nicht mehr treffen können. Der Vorstand hat aber die Zeit dennoch genutzt und in mehreren Videokonferenzen ein Vereinskonzept erstellt, das in der JHV vorgestellt und verabschiedet werden soll. Mit diesem Papier soll die Vereinsarbeit in Zukunft noch besser gestaltet und auf breitere Füße gestellt werden. In diesem Jahr finden keine Vorstandswahlen statt.

Die Klimakatastrophe hat trotz Corona nicht Halt gemacht und die Klimaerwärmung schreitet weiter voran. Man muss sogar befürchten, dass die gewaltigen finanziellen Unterstützungsmaßnahmen von EU, Bund und Ländern zur Überwindung der Coronakrise die alten Technogien und Gewohnheiten unterstützt und klimaschonende Projekte unter den Tisch fallen.

Hier will sich der Verein auch zukünftig weiter engagieren und mithelfen, dass der Klimaschutz in unserer Region den Stellenwert bekommt, den die Politik mit der Erklärung des Klimanotstands vor Corona-Zeiten schon mal eingeräumt hat.

Der Verein freut sich, wenn neben den Vereinsmitgliedern auch andere interessierte Klimaschützer dieser Einladung folgen und mit uns diskutieren, wie wir die Energiewende in unserer Region mitgestalten können. Wer Interesse hat, Renergie hierbei zu unterstützen und den Klimaschutz in unserer Region zu stärken, ist am 12.08. sehr herzlich eingeladen. Eine Anmeldung über info@renergie-ruhr-hellweg.de ist wünschenswert. Bitte Mund-Nasen-Schutz mitbringen.

Bei uns finden sowohl Klimaschützer als auch technikversierte Energiewender ausreichend Diskussionspartner. Weitere Infos auf unsere Homepage www.renergie-ruhr-hellweg.de

Wir würden uns sehr freuen, wenn eine große Anzahl von Mitgliedern zur JHV kommen.

Die Versammlung ist wie immer öffentlich, es dürfen also auch Gäste mitgebracht werden. Allerdings bitten wir auch dann um eine vorherige Anmeldung, damit wir die entsprechende Anzahl der Sitzplätze aufstellen können.



Ist mein Dach für Solarenergie geeignet?

27.04.20

Energieatlas
Energieatlas NRW

Ist mein Dach für Solarenergie geeignet? Wer eine schnelle Information bekommen möchte, ob sein Dach für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist, kann dies mit wenigen Klicks herausfinden.

Für NRW gibt es mehrere Seiten, auf denen an Hand von Luftbildaufnahmen dargestellt wird, welche Solarnutzung (Photovoltaik oder Solarthermie) möglich und sinnvoll ist.

Vorstellen möchten wir die Seiten Energieatlas NRW vom LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) und das Regionale Solarkataster vom Regionalverband Ruhr.

Beide Seiten funktionieren ähnlich: Nach der Eingabe der Adresse zoomt die Karte auf das entsprechnde Gebiet. Es kann ausgewählt werden, ob Informationen für die Nutzung von Photovoltaik oder Solarthermie gewünscht werden. Ein Farbcode zeigt die grundsätzliche Eignung an. Durch einen Klick auf das Haus / Objekt werden weitere Informationen und Ertragsrechner angeboten.

Einfach mal ausprobieren!



Erstellung eines Strategiepapiers für die Energiewende in Fröndenberg

08.03.20

Der Bürger-Energieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. beantragt beim Rat der Stadt, dass die Stadt Fröndenberg die Erstellung eines Strategiepapiers für die Umsetzung der Energiewende veranlasst. Damit das Strategiepapier eine breite Zustimmung findet, soll es in einem Diskussionsprozess erarbeitet werden. Ein geeignetes Fachbüro soll beauftragt werden, um politisch Verantwortliche sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen zu moderieren. Mit den hier erstellten Eckpunkten kann eine breite Basis in unserer Stadt für eine regionale Energiewende gelegt werden. Sie können der Rahmen für Impulse und weitere Maßnahmen sein.

Der vollständigen Antrag kann hier nachgelesen werden: Antrag



Grüner Strom - Fröndenberg hat viel ungenutztes Potential

04.12.19

Der WDR berichtet über eine Untersuchung der Landesregierung NRW zu den ungenutzten Potentialen für Erneuerbare Energien. In einer interaktiven Karte ist der Ist-Zustand für jede Kommune in NRW abfragbar. Link: hier

Auch in Fröndenberg ist noch viel mehr möglich. Bei der Windenergie liegen die Werte im Landes-Durchschnitt (nur 16,6 % des Potentials werden genutzt). Aber gerade im Bereich PV auf Dachanlagen ist viel mehr möglich: 90 % des Potentials werden nicht genutzt, 90 MWp werden verschenkt. Noch düsterer sieht das Bild bei den Freiflächenanlagen aus. Hier ist keine Nutzung der möglichen 123 MWp verzeichnet.



Interview im Fröndenberg Ausblick

28.11.19

Bild Ausblick 28
Aus: Fröndenberg Ausblick, Ausgabe 28, 2019

Der Verein Renergie Ruhr Hellweg ist zu einem Interview in die Redaktion der Zeitschrift Fröndenberg Ausblick eingeladen worden.

Das Interview dreht sich natürlich um den Klimaschutz, für den der Verein sich schon seit seiner Gründung im Jahr 2011 stark einsetzt.

Der Verein hat schon einiges auf den Weg gebracht, damit Bürger der Region sich aktiv einsetzen konnten, um ihren CO2 Fußabdruck zu verringern.

Gesamte Ausgabe 28, Dezember 2019: http://ow.ly/9JYO30q0GyI



Klimanotstand? Doch nicht bei uns... oder doch?

31.10.19

Klima 2.0 von Dr. Udo Engelhardt jetzt als Video

Der Vortrag von Meeresbiologe und Klimaforscher Dr. Udo Engelhardt in der GSF Fröndenberg hat viele Zuhörer nachdenklich zurück gelassen. Die vielen Fakten zum Klimawandel werden sehr selten so komprimiert und gleichzeitig so anschaulich dargestellt. Die Resonanz auf diesen Vortrag war durchweg positiv.

Nun gibt es die Möglichkeit, sich den Vortrag noch einmal in Ruhe anzusehen. Die Initiative "Klimanotstand in Soest" hat den Vortrag als Video auf ihrer Website zum Ansehen bereitgestellt: link zum Video

Aber eigentlich muss man den Vortrag von Dr. Engelhardt live erleben. Dazu gibt es auch im November in der Region noch mehrere Möglichkeiten. Eine Übersicht der geplanten Veranstaltungen gibt es hier: Termine Klima 2.0.



Klimanotstand? Doch nicht bei uns... oder doch?

Donnerstag, 19.09.2019 19:00 Uhr - Aula der Gesamtschule Fröndenberg

Ein Vortrag von Meeresbiologe und Klimaforscher Dr. Udo Engelhardt.

Flyer 19.09.2019

Der Klimawandel beschleunigt sich immer drastischer. Das zeigen neueste Forschungsergebnisse. Eine besondere Gefahr stellen die sogenannten Kipp-Punkte dar. An diesen Kipp-Punkten können sich Änderungen des Weltklimas abrupt und unumkehrbar vollziehen. Was es genau damit auf sich hat und welche Bedeutungen sie für uns haben, erläutert Dr. Engelhardt in seinem wissenschaftlich fundierten und emotionalen Vortrag.

Dr. Engelhardt beschreibt den aktuellen Zustand des weltweiten Klimas und zeigt das Zustandekommen von Hitzesommern, Starkregen, Dürren, Schmelzen der Gletscher und des Permafrostboden auf. Aus seiner bisherigen Tätigkeit als Korallenriff-Ökologe berichtet er über das Sterben der Korallenriffe.

Aber auch Fröndenberg wir von den Änderungen des Klimas nicht verschont bleiben. Die Auswirkungen auf Deutschland werden ebenfalls dargelegt.

Die Zeit drängt. Die nächsten 10-20 Jahre werden entscheidend sein, um die CO2 Emissionen zu reduzieren und die stärksten negativen Folgen des Klimawandels hoffentlich noch abwenden zu können.



Renergie ist jetzt bei Facebook

28.08.19

Renergie Ruhr-Hellweg e.V. ist nun bei Facebook aktiv. Wir werden auch dort uns relevant erscheinde Informationen posten.

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Renergie ist jetzt bei Twitter

16.08.19

Renergie Ruhr-Hellweg e.V. ist nun bei Twitter aktiv. Wir werden auch dort uns relevant erscheinde Informationen posten.

Renergie bei Twitter

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Aktion: Der PV-Deckel muss weg

Renergie übergibt Unterschriften-Deckel an MdB Kaczmarek

03.05.2019

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg beteiligt sich an der Aktion #DerPVDeckelMussWeg. Mit dieser, von Prof. Quaschning initiierten Aktion, werden Entscheidungsträger der Politik angesprochen, sich für die Abschaffung des 52 GW PV-Deckels einzusetzen. Symbolisch werden den Politikern verschiedenste Deckel überreicht.

PV-Deckel

Renergie hat Bierdeckel (s.u.) drucken lassen, die auf der Vorderseite das Logo der Aktion und auf der Rückseite ein Unterschriftsfeld haben. Der Verein hat Bürger über die drohenden Kürzungen der Föderung von PV-Anlagen informiert. Weit über 300 Bürger beteiligten sich an der Aktion und unterschrieben den Deckel.

Am 3. Mai 2019 konnte der Verein die gesammelten Deckel an Hrn. MdB Kaczmarek überreichen und ihn über die Hintergründe der Aktion informieren.

In der kleinen Pressenkonferenz erläuterte B. Molitor (Vorstand Renergie) das Anliegen der Aktion:

Sehr geehrter Herr Kaczmarek,
zunächst einmal vielen Dank, dass Sie uns hier in Ihrem Bürgerbüro empfangen und wir unser Anliegen Ihnen direkt vortragen können. Wir freuen uns, dass auch die Presse dabei ist.

...

Denn Klimaschutz geht uns alle an und Gott sei Dank ist dieses Thema inzwischen auch mehr in den Medien präsent. Dies nicht zuletzt dadurch, dass wir im letzten Jahr alle selbst erfahren haben, dass ein heißer Sommer durchaus auch seine Schattenseiten haben kann. Nicht nur der Mensch hatte seine liebe Not mit der Hitze, auch die Landwirtschaft hatte starke Trockenschäden und einen großen Ernteausfall und die Bundesregierung öffnete das Portemonnaie und zahlte Ausgleich, den man durchaus als Klimaschäden verbuchen kann. Andere Schäden, z.B. durch die vielen Waldbrände sind wohl eher nicht erfasst u.a. auch weil Feuerwehrleute ja sowieso bezahlt werden, auch wenn es nicht brennt. So sind die wahren Kosten des heißen Sommers nicht wirklich dem Verursacher zugeordnet. Und der Wald, na ja, da er wohl keinen bilanztechnischen Buchwert im Vermögen der Bundesrepublik Deutschland hat, ist hier der wirkliche Schaden auch nicht bekannt. Wie so viele Schäden, die in der Umwelt passieren, aber nicht als Kosten bilanziert werden. Und das sollte sich künftig ändern.

Aber der heiße Sommer 2018 ist längst vorbei und die Medien hätten das Thema Klimaschutz schon längst wieder ad acta gelegt (und die Politik sowieso), wenn zum Glück nicht eine kleine 16-jährige Schwedin die Welt aufgemischt hätte. Mit dem Schulstreik vor dem schwedischen Parlament hat Greta Thumberg die jungen Menschen in der Welt erreicht und viele Schüler folgen ihrem Beispiel und streiken freitags die Schule, was natürlich die Politik auf die Palme bringt. Diese Schüler werfen der Politik weltweit, aber auch hier in Deutschland, Untätigkeit vor. Untätigkeit bei der Reduktion der Treibhausgase, obwohl alle Fakten und alle Folgen des Klimawandels hinreichend bekannt sind und von allen ernstzunehmenden Wissenschaftlern mehr als 1000-fach belegt sind. Die Schüler argumentieren, dass sie Konsequenzen und Nachteile in der Schule in Kauf nehmen, weil die Nachteile, die ihre Generation durch die Folgen der Klimakatastrophe erleiden wird, sie am Ende noch stärker treffen wird, wenn nicht jetzt sofort gehandelt wird.

Und jetzt sind wir beim Handeln. Wir als Bürgerenergieverein sorgen uns um die Nutzung der Photovoltaik, als ein wichtiger Beitrag zu Erzeugung von regenerativem und damit klimafreundlichem Strom. Das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) hat mit dazu beigetragen, dass die photovoltaische Stromerzeugung heute weltweit zu sehr niedrigen Kosten möglich ist. Sie sind bereits heute deutlich günstiger als neu gebaute Kohlekraftwerke.

Die kleinen PV-Dachanlagen benötigen allerdings noch die Einspeisevergütung für den nicht eigen genutzten Strom, der dann ins öffentliche Netz eingespeist wird. Aktuell sind dies für im Mai 2019 installierte Anlagen bis 10 kWp genau 10,95 ct/kWh. Monatlich fällt dieser Betrag weiter, aktuell um 1,4 % pro Monat. Bisher wurden in Deutschland (Stand März 2019 laut Bundesnetzagentur) 47,2 GW an PV-Leistung installiert. Wenn die Summe aller PV-Anlagen den gedeckelten Wert von 52 GW erreicht hat, fällt die Einspeisevergütung für ins Netz eingespeisten Strom ganz weg. Dies wird wahrscheinlich schon Mitte nächsten Jahres der Fall sein. Danach werden die Installationen kleiner Dachanlagen und auch mittlerer Bürgerenergieanlagen deutlich einbrechen, weil trotz sinkendender Herstellkosten sich diese Anlagen gar nicht mehr rechnen. Dies ist umso schlimmer, als es wieder die von Bürgern getragene Energiewende trifft. Dabei ist gerade die dezentrale Stromerzeugung die allerbeste, weil der Strom direkt an Ort und Stelle verbraucht wird.

Der Deckel muss also weg. Daher haben wir die Idee von Prof. Quaschning von der HTW Berlin aufgegriffen und einen Bierdeckel kreiert, der symbolisch verdeutlicht, dass der PV-Deckel bald voll ist und abgeschafft werden muss.

Wir haben über 300 unterschriebene Deckel in dieser Kiste und übergeben Ihnen dieses Meinungsbild der Bürger von Fröndenberg und Umgebung, das wir überwiegend anlässlich des Frühlingsmarkts 2019 aufgenommen haben. Die Bürger haben erst sehr gestaunt, weil die wenigsten diese Regelung kannten, nach der Erklärung aber mit über 95 % diesen Bierdeckel unterschrieben.

Nehmen Sie dieses Meinungsbild mit nach Berlin und setzen Sie sich in Ihrer Partei für die Abschaffung des 52-GW-Deckels ein und sorgen Sie mit dafür, dass ein neues EEG geschaffen wird, das von überbordender Bürokratie befreit wird und das die Bürgerenergie wieder deutlich stärkt. Wir benötigen weiterhin die Förderung und den Ausbau von Speichertechnologien. Denn die teuren und in dieser Größe unnötigen Stromnetze (die ja seit vielen Jahren kontrovers diskutiert werden) helfen dann nicht, wenn der regenerative Strom temporär im Überschuss vorhanden ist, aber nirgendwo verbraucht werden kann. Hier helfen eben nur die Speicher und das sollten Sie Ihrem Wirtschaftsminister Peter Altmeier unbedingt beibringen.

Denn wir haben noch einen weiten und steinigen Weg vor uns, um die von der Bundesregierung nach der Klimakonferenz in Paris selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen. Das was ihre Partei und die Bundesregierung bisher auf den Weg gebracht ist hier völlig unzureichend.

Nutzen Sie weiterhin die Bereitschaft von Millionen von Bürgern, die bereits in Bürgerenergieanlagen beteiligt sind bzw. gewillt sind das zu tun, wenn es denn einfacher möglich wäre. Und das nicht nur bei der Stromerzeugung, sondern auch bei der Wärme. Es gibt gute Beispiele von BHKWs mit Nahwärmekonzepten in Kombination mit solarer Wärmenutzung und Wärmespeicher. Die Bürger sind bereit Ihr Geld für den Klimaschutz zu investieren, nur muss der Staat die Weichen auch entsprechend stellen. Und der Bürger stellt keine Renditeforderung von bis zu 10 %, wie dies die Stromkonzerne am liebsten zugesichert hätten.

In diesem Sinne hoffen wir demnächst positivere Botschaften aus Berlin zu hören, im Sinne eines radikalen Umdenkens in der Klimapolitik unserer Bundesregierung.



Der PV-Deckel muss weg!

Der renommierte Energie-Professor Volker Quaschning hat die Aktion #DerPVDeckelMussWeg gestartet.

Worum geht es? Das EEG sieht vor, dass „Wenn die Summe der installierten Leistung der Solaranlagen … 52.000 Megawatt überschreitet, verringert sich die anzulegenden Werte auf null.“

Das bedeutet, dass es voraussichtlich ab nächstem Jahr (2020) keine Förderung mehr für PV-Anlagen geben wird. Einfamilienhaus-Anlagen wären damit nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Eine 10 kW PV-Anlage spart jedes Jahr ca. 4 Tonnen CO2 ein. In Deutschland haben wir ca. 10 Millionen Dächer. Hier wird ein riesiges Potential verschenkt.

PV-Deckel

Prof. Quaschning möchte mit seiner Aktion auf das, in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte, Problem aufmerksam machen und die Entscheidungsträger zu einem Umdenken zu bewegen. Im Rahmen der Aktion sollen verschiedenste Deckel mit einem Begleitschreiben an politische Akteure gesandt werden. In diesem Video erläutert Prof. Quaschning seine Aktion: #DerPVDeckelMussWeg-Video. Prof. Quaschning hat diesen Brief an Minister Altmaier geschickt: Brief an Peter Altmaier.

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg beteiligt sich auch an dieser Aktion. Der Verein hat extra Bierdeckel mit der Aktionsgrafik drucken lassen und fordert viele Bürger auf, die Aktion durch eine Unterschrift zu unterstützen. Gelegenheit dazu gibt es z.B. auf dem Fröndenberger Frühlingsmarkt am 7. April auf dem Gelände vor dem Kettenschmiedemuseum (Ruhrstr. 12). Der Verein ist mit einem Stand präsent und informiert über die Aktion #DerPVDeckelMussWeg und weitere Möglichkeiten, wie wir die Klimakatastrophe hoffentlich noch abwenden können.



Jahreshauptversammlung Renergie Ruhr-Hellweg

Auf der öffentlichen Jahreshauptversammlung von Renergie Ruhr-Hellweg e.V. am 10.04.2019 im Restaurant "Zum Markgraf" konnte der Vorsitzende über rege Aktivitäten des Vereins in Sachen Klimaschutzes berichten. Höhepunkte der letzten Jahresperiode waren die beiden Bürgerinformations-Veranstaltungen zur lokalen Energiewende, die gemeinsam mit den Stadtwerken Fröndenberg in der Kulturschmiede stattfanden. Mit den Themen "E-Mobilität + Solardach" in Juni letzten Jahres und "Heizen-Duschen-Klimaschutz?" im März diesen Jahres wurden die Bürger über die Nutzung von erneuerbaren Energien informiert.

Die von Renergie initierten Bürger-Solaranlagen laufen allesamt seit Jahren positiver als erwartet und das nicht nur wegen des Supersonnenjahres 2018. Der Verein möchte aufgrund dieser guten Erfahrungen weitere Bürgerenerigeanlagen auf den Weg bringen. Daher freut sich Renergie über Angebote von kommunalen, gewerblichen oder private Dächern zur Errichtung von Photovoltaikanlagen.

Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit will der Verein zukünftig weitere Informationsmöglichkeiten über regenerative Energien anbieten, zumal der Klimaschutz endlich, nicht zuletzt auch durch die Schülerbewegung "Fridays for Future", mehr ins öffentliche Bewußtssein tritt.

Die Versammlung wählte den Vorstand für die nächsten zwei Jahre. Mit Florian Jonnaert als 2. Vorsitzenden und Marc Hilgenstock als Beisitzer wurden zwei junge Klimaschützer neu in den Vorstand gewählt. Bestätigt in Ihrem Ämtern wurden Hans-Jürgen Karnatz als Schatzmeister und Bernd Molitor als 1. Vorsitzender.

Der Geschäftsbericht ist unter Geschäftsbericht nachzulesen.



PV-Anlagen im Stammdatenregister registrieren

14.04.19

Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist online. Eigentlich sollte das MaStR bereits zum 1.7.2017 mit dem Inkrafttreten der Verordnung über das "zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten (Marktstammdatenregisterverordnung - MaStRV)“ aktiv sein. Es kam aber immer wieder zu Verzögerungen.

Nun können PV-Anlagen (genauer: Marktakteure des Strom- und Gasmarktes) im online-Portal registriert werden. „Dies nimmt etwa 20 Minuten in Anspruch, wenn Sie die Daten und Unterlagen zur Hand haben“, schreibt das MaStR. Es gibt umfangreiche Hilfestellungen, FAQs und Videoanleitungen.

Für die Registrierung gelten verschiedene Fristen. Die Details sind beim MaStR beschrieben. Für bestehende PV-Altanlagen (vor 1.7.2017) muss die Registrierung wohl bis zum 31.1.2021 vorgenommen werden. Bitte schauen Sie auf den Seiten des MaStR nach.



Klimawandel - Oder doch nur: Das Wetter?

Video Tipp

Der letzte Sommer war ein Ausnahme-Sommer: sehr lange schönes Wetter, Dürre und in Folge hohe Benzinpreise.

Karsten Schwanke, Meteorologe und ARD-Moderator, erklärt wie es zu diesem Sommer kam und warum solche Sommer immer häufiger vorkommen werden. Aber auch Überschwemmungen in Deutschland und Hagelkörner mit über 20 cm Durchmesser sind möglich.

In seinem kurzweiligem Vortrag, den er an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Department Physik hielt, erläutert er, welche Auswirkungen die bisherige Klimaerwärmung von ca. 1 Grad bereits hat und womit wir in Zukunft rechnen müssen.

Hr. Schwanke zeigt die physikalische Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen der Atmosphäre, dem Ozean und der Erde.

Hier geht es zum Video: zum Video


Heizen - Duschen - Klimaschutz?

Am Freitag, den 08.März.2019, gibt es eine Informations-Veranstaltung zum Thema Heizen und Warmwasser. Es wird diskutiert, wie hierbei Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz unter einen Hut gebracht werden können.

Die Veranstaltung findet in der Kulturschmiede Fröndenberg, Ruhrstr. 12, statt. Einlass ist ab 16 Uhr.

8.3.19:Heizen, Duschen, Klimaschutz

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. veranstaltet zusammen mit den Stadtwerken Fröndenberg auch in diesem Jahr wieder eine Bürger-Informationsveranstaltung. Hauptthema der Fachvorträge ist die regenerative Erzeugung von Wärme im Privathaus zum Heizen und für das warme Wasser.

Der erste Vortrag steht unter dem Motto: "Heizen mit erneuerbaren Energien". Hr. Müller, Verbraucherzentrale NRW, referiert über die Nutzung von regenerativer Energie zur Wohnraumbeheizung und Warmwassererzeugung in Ein- und Mehrfamilienhäusern. In Fokus stehen hierbei Wärmepumpen (Luft und Sole) und Solarthermie ggf. auch Pelletheizungen. Was ist für welche Häuser zu empfehlen und wie rechnet sich das? Wo gibt es Fördergelder, die einen umsteigewilligen Bürger ermutigen sollten, zu investieren.

Die zweite Präsentation wird Hr. Daub von der Energieagentur NRW zeigen. "Bürger und Klimaschutz - Wie Bürger die Energiewende voranbringen", dazu werden Informationen u.a. über Mieterstrommodelle, Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung gegeben.

8.3.19:Heizen, Duschen, Klimaschutz



22.06.18: Bürger-Info-Veranstaltung zur lokalen Energiewende

Renergie Flyer
Logo

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. und die Stadtwerke Fröndenberg führen auch in diesem Jahr wieder eine gemeinsame Veranstaltung zur lokalen Energiewende durch.

Diesmal wollen wir eine Informationsplattform für Bürger anbieten. Ein Fokus ist hierbei die E-Mobilität mit dem Schwerpunkt E-Autos und Ladepunkte. Das zweite Thema behandelt die Nutzung der Photovoltaik auf Hausdächern. Zu beiden Themen haben wir uns bereits zwei sehr fachkundige Referenten gesichert. Die Veranstaltung findet am 22.06.2018 von 16:00 bis 20:00 Uhr in der Kulturschmiede in Fröndenberg, Ruhrstraße 12 statt.

Das Thema Elektromobilität, auch durch die aktuelle Umweltdiskussion um die Dieselfahrzeuge angeregt, macht neugierig. Wie gut sind E-Autos bereits heute? Was sind die real erzielbaren Reichweiten, wie und wo kann ich laden? Sind die Kosten wirklich noch deutlich höher als beim Verbrenner?

PV-Anlage

Auch bei den PV-Anlagen gibt es neue Chancen. Weiter sinkende Kosten für Module und Speicher bringen nicht nur Umweltschützer auf den Plan, sondern auch nüchterne Kaufleute, die wissen, dass die Zukunft der Energieversorgung elektrisch ist. Dafür sind unabhängige Informationen für nächsten Anschaffung wichtig.

Es besteht die Möglichkeit, einige Elektro-Autos im Forum zu besichtigen.
Umrahmt wird die Veranstaltung von einer Ausstellung zur Energiewende des Solarfördervereins Deutschland.

Der Eintritt ist frei.



23.09.17: Pressemitteilung

Renergie hat 6. Bürgerbeteiligung an Photovoltaikanlagen realisiert

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. hat die Gründung einer weiteren Bürgersolar-Gesellschaft geschafft. Viele Bürger aus der Region Ruhr-Hellweg bis Dortmund haben sich an dem großen Solarpark auf der Deponie Deusenberg in Dortmund-Huckarde beteiligt. Hiermit wurde auch dem Wunsch der Stadt Dortmund Rechnung getragen, eine aktive Teilhabe von Bürgern aus dem unmittelbaren Umkreis zu ermöglichen.

Als Geschäftsführer der Solargesellschaft wurde der frühere Kämmerer der Stadt Fröndenberg, Herr Jürgen Focke gewählt, der als Dortmunder Bürger auch recht nah am Ort des Geschehens ist.

Wie bereits berichtet hat das Fröndenberger Unternehmen ENTEGRO Photovoltaik-Systeme GmbH in enger Abstimmung mit der Stadt Dortmund die 3,5 MWp große Photovoltaikanlage-Anlage auf der Deponie Deusenberg errichtet. Die Anlage ist bereits im April 2017 in Betrieb gegangen und speist seitdem Strom ins öffentliche Netz. Am 08. Juni wurde die Anlage offiziell von der Stadt Dortmund eröffnet.

Dies ist bereits die sechste Bürgerbeteiligung an einer Photovoltaikanlage, die der Verein mit Sitz in Fröndenberg in der Region auf den Weg gebracht hat. In der Summe hat Renergie in den 6 Jahren seit seinem Bestehen eine Beteiligung von 1500 kWp ermöglicht und erzeugt damit jährlich etwa 1,4 Mio. kWh Ökostrom. Diese Strommenge entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 400 Durchschnittshaushalten. Der Vorteil dieser dezentralen Stromerzeugung ist der unmittelbare direkte Verbrauch vor Ort, wodurch sich die Notwendigkeit für den Bau der ungeliebten großen Fernübertagungsleitungen ein weiteres Stück verringert.



24.08.17: Beteiligungs-GbR Solarpark Deusenberg

Am 24.08.17 würde die Beteiligungs GbR für den Solarpark Deusenberg in Do-Huckarde gegründet. Die Gesellschafter wählten einen Geschäftsführer aus ihren Reihen und damit kann die GbR ihre Arbeit aufnehmen.


12.07.17: Renergie stellt Projekt Bürger-Energieagentur vor

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. hat im Rahmen des LEADER-Projekts "Börde trifft Ruhr" (Ense, Fröndenberg, Welver, Werl und Wickede) vorgeschlagen, eine Bürger-Energieagentur für unsere Region zu schaffen.

Der Verein hat Gelegenheit bekommen, seine Projektidee am 12.07.17 der Lokalen Aktiongruppe (LAG) vorzustellen. Die LAG bereitet die Entscheidungen über die Annahme von Projekten vor.



05.07.17: PV-Anlage nicht korrekt angemeldet - Förderung muss zurückgezahlt werden

Solar Module

Ein Landwirt aus Schleswig-Holstein muss fast 50.000 Euro EEG Förderung zurückzahlen. Er hatte übersehen, seine Anlage korrekt bei der Bundesnetzagentur zu registrieren. Bitter, dass der Fehler erst nach zwei Jahren auffiel. Der BGH entschied, dass die Rückforderung rechtmäßig ist.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Fall, der leider kein Einzelfall ist, hat die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht: hier



01.07.17: PV-Anlagen im Stammdatenregister registrieren

Neue Verordnungen sollen den Erzeugern von regenerativen Energien das Leben schwer machen, hat man den Eindruck. So ist zum 1. Juli 2017 die Verordnung über das "zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten (Marktstammdatenregisterverordnung - MaStRV)" in Kraft getreten.

Viele durch das EEG oder KWK geförderte Anlagen müssen in das Marktstammdatenregister eingetragen werden. Sonst droht eine Reduzierung der Einspeisevergütung.

Die am 20. April verkündete Verordnung wurde offensichtlich mit heißer Nadel gestrickt. Denn eine Eintragung ins Register ist derzeit noch nicht möglich. Die Software ist nicht fertig. Die Nutzung des Web-Portals soll im Herbst 2017 freigeschaltet werden.

Für Neuanlagen gilt solange der bisherige Weg über das PV-Meldeportal, für Bestandsanlagen eine Übergangsfrist bis zum 30.06.2019.

Immerhin erfreulich: "Es werden selbstverständlich keine Bußgeldverfahren für Verzögerungen eingeleitet, die sich aus der verspäteten Verfügbarkeit des Webportals ergeben."

Alle Details können bei der Bundesnetzagentur nachgelesen werden: hier



12.06.17: Photovoltaik gleichauf mit Atomkraft

PV-Anlage

Im Mai haben die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland die Rekordmenge von 5,57 Terawattstunden Solarstrom erzeugt. Ihr Anteil lag damit bei 12,3 Prozent der Nettostromerzeugung. Die Atomkraft produzierte 5,65 Terawattstunden und kam auf einen Anteil von 12,5 Prozent. Diese Zahlen wurden vom Fraunhofer-Institut ISE ermittelt und u.a. das PV-Magazin berichtete darüber: link

Das Fraunhofer Institut stellt regelmäßig interessante Fakten und Grafiken zur Stromproduktion zusammen: Energy Charts

Atomstrom wächst weltweit weiter

Gleichzeitig berichtet die Sächsische Zeitung darüber, dass der Trend zu mehr Atomstrom weltweit leider ungebrochen ist. In 30 Ländern ist mit den 449 Reaktoren eine Leistung von fast 400 Gigawatt installiert. Überwiegend in Asien sind weitere 60 Atommeiler in Bau.


Solarpark Deusenberg

Bild Kulturcamp
Eröffnung des Solarparks Deusenberg am 08.06.2017

Der Solarpark Deusenberg ist am 08.06.2017 eröffnet worden. Auf der ehemaligen Müll-Deponie werden nun ca. 13.000 Solarmodule jährlich ca 3,5 Megawatt-Stunden sauberen Strom erzeugen. Dies ersetzt ca 750.000 Liter Heizöl und kann etwa 1.000 Haushalte mit Elektrizität versorgen.

Beim Bau der Anlage wurden Naturschutz- und Freizeit-Belange soweit wie möglich berücksichtigt. Die 55 Meter hohe Halde ist weiterhin bei Mountain-Bikern und Spaziergängern beliebt. Die Aussicht auf Dortmund ist von dieser Höhe beeindruckend.

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg bietet interessierten Bürgen die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Bürgerprojekt an der Anlage zu beteiligen. Hierzu sind Informationsveranstaltungen geplant. Ort und Datum werden noch bekannt gegeben. Interessierte Bürger können sich in unsere Interessentenliste aufnehmen lassen und werden dann per E-Mail informiert: info@renergie-ruhr-hellweg.de

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Photovoltaik gleichauf mit Atomkraft

PV-Anlage

Im Mai haben die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland die Rekordmenge von 5,57 Terawattstunden Solarstrom erzeugt. Ihr Anteil lag damit bei 12,3 Prozent der Nettostromerzeugung. Die Atomkraft produzierte 5,65 Terawattstunden und kam auf einen Anteil von 12,5 Prozent. Diese Zahlen wurden vom Fraunhofer-Institut ISE ermittelt und u.a. das PV-Magazin berichtete darüber: link

Das Fraunhofer Institut stellt regelmäßig interessante Fakten und Grafiken zur Stromproduktion zusammen: Energy Charts

Atomstrom wächst weltweit weiter

Gleichzeitig berichtet die Sächsische Zeitung darüber, dass der Trend zu mehr Atomstrom weltweit leider ungebrochen ist. In 30 Ländern ist mit den 449 Reaktoren eine Leistung von fast 400 Gigawatt installiert. Überwiegend in Asien sind weitere 60 Atommeiler in Bau.



Bericht von der Jahreshauptversammlung am 27.04.17

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. fand am 27.04.2017 in der Gaststätte "Zum Markgraf" in Fröndenberg statt.

Bevor der Vorsitzende Bernd Molitor den Geschäftsbericht des letzten Jahres vortrug, wurde zunächst in einer Schweigeminute dem erst kürzlich verstorbenen Vereinsmitglied Peter Trautner gedacht.

Im Jahre 2016 ermöglichte der Verein die fünfte Bürgerenergiegesellschaft durch eine 25%ige Beteiligung an der 2,2 MW Photovoltaikanlage (PV-Anlage) in Dortmund-Grevel. Das Jahr 2016 war geprägt durch Bemühungen des Vereins, Partner für die lokale Energiewende zu finden. So gab es verschiedene Treffen und Veranstaltungen mit den Stadtwerken aus der LEADER-Region, um sich gemeinsam über die heutigen technischen Möglichkeiten zur regenerativen Energieerzeugung auszutauschen.

Darüber hinaus arbeitet der Verein an Förderprojekten, um den Schutz des Klimas und dem damit verbundenen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen stärker in die Köpfe der Menschen zu bringen. Entsprechende Förderanträge sind gestellt. So wurde u.a. auch die Projektidee der Bürger-Energieagentur weiter ausgestaltet und alle geforderten Formulare eingereicht. Der Verein hofft in Kürze dieses, für die Region zukunftsweisende, Projekt in der lokalen Aktionsgruppe (LAG), dem LEADER Entscheidungsgremium vorstellen zu dürfen.

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde der alte Vorstand einstimmig im Amt bestätigt. Der Vorstand besteht aus Bernd Molitor (Vorsitzender), Hans-Jürgen Karnatz (Kassierer) beide aus Fröndenberg, Hans-Georg Scholz (2. Vorsitzender) aus Unna und Jürgen Kramer (Beisitzer) aus Bönen.

Aktuell hat der Verein erneut die Möglichkeit, eine Beteiligung an einer großen Photovoltaikanlage in Dortmund als Bürgerenergieprojekt umzusetzen. Erbauer ist die Fröndenberger Firma Entegro, die von der Stadt Dortmund die Zusage für den Bau dieser 3,5 MWp großen PV-Anlage auf der Deponie Deusenberg erhielt. Noch vor den Sommerferien soll das Bürgerprojekt starten und so haben die Bürger aus der Region erneut die Möglichkeit, sich schon mit 1000 € zu beteiligen und damit einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung zu leisten und nicht zuletzt auch Wertschöpfung in die Region zu bringen.

Der Verein wird die Gründung dieser Beteiligungsgesellschaft in der Presse und auf seiner Homepage bekannt geben. Interessenten können sich unter info@renergie-ruhr-hellweg.de informieren. Weitere Bürger-Energieprojekte sind geplant, bedürfen aber noch einer entsprecheden Vorbereitungszeit.

Wer einen aktiven Beitrag zur lokalen Energiewende leisten möchte, Interesse an der Thematik regenerativer Energien sowie den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen hat, ist jederzeit gerne bei Renergie Ruhr-Hellweg willkommen. Der Verein trifft sich jedem 2. Mittwoch im Monat in der Gaststätte "Zum Markgraf", seien Sie dabei.



08.03.17: Lokale Wärmewende - Betrifft uns das?

Veranstaltung am 08. März 2017

Bild Lokale Wärmewende
Lokale Wärmewende - 08. März 2017

Bei der Energiewende in Deutschland ist die Wärme eine Energieform, die bisher nur in sehr geringem Maße regenerativ erzeugt wird, am CO2-Ausstoß aber einer hohen Anteil hat. Konkret rund 40 % der energiebedingten CO2 Emission stammen aus dem Wärmemarkt. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Wärmeendenergieverbrauch belief sich im Jahre 2015 aber nur auf 13,2 %. Hier ist großer Handlungsbedarf, der insbesondere den kommunalen Bereich betrifft.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Fröndenberg ist es uns nun gelungen, Referenten einzuladen, die über die technischen Möglichkeiten einer klimaschonenderen Wärmeerzeugung und -verteilung informieren. Es geht hierbei um konkrete Wärmeprojekte sowohl für den Gebäudebestand als auch in Neubaugebieten.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 08. März 2017 ab 16:00 Uhr in den Räumen der Stadtwerke Fröndenberg statt. Weitere Informationen auf Einladungsflyer: Flyer

Es geht primär um die heute verfügbaren und erprobten technischen Möglichkeiten einer klimaverträglichen Wärme-Nahversorgung, die unabhängig macht und langfristig eine hohe lokale Wertschöpfung verspricht.

Auch wenn diese Techniken bei den aktuellen Preisen für Gas und Öl noch nicht in jedem Falle wirtschaftlich erscheinen, könnte ein geeignetes LEADER-Pilotprojekt, diese Wirtschaftlichkeit für die Region aufzeigen.

Veranstaltung Energiewende 08.03.17 Über unsere Veranstaltung berichtete auch die lokale Presse. Zum Artikel des Hellweger Anzeigers vom 16.03.2017: hier



09.07.16: Mit Solar-Blumen für gutes Klima

Bild Kulturcamp
Peter Trautner übergibt Solarblumen für das Kulturcamp an Birgit Mescher und Stefan Voß.

Peter Trautner vom Verein Renergie Ruhr-Hellweg überreicht solarbetriebene Wackelblumen für das diesjährige Kulturcamp an Birgit Mescher und Stefan Voß.

Im Stadtteiltreff in Menden Bösperde finden vom 11. – 22. Juli Kultur- und Kreativangebote für 10 – 14-Jährige statt. Dort werden Jugendliche auch Modelle mit erneuerbaren Energien bauen. Der Verein Renergie unterstützt das Kulturcamp mit einer Geldspende.

Das frühzeitige Heranführen an dieses auch zukünftig wichtige Thema erscheint nicht nur angesichts des Klimawandels notwendig. Da sich der Verein in vielen Bereichen der erneuerbaren Energien engagiert, freuen wir uns besonders, wenn Jugendliche scheinbar spielerisch an dieses Thema herangeführt werden.

Peter Trautner wird mit Helfern in einem Workshop mit dem Titel „Teenies bauen die neue Welt“ ein solargetriebenes Modell mit jedem Teilnehmer bauen und zusätzlich in einer täglichen Präsentation Neuigkeiten und Beispiele aus der Welt der erneuerbaren Energien zeigen.

Wer kennt schon bakteriengetriebene Lampen, Werbeschilder, die Strom erzeugen und Drachen, die Schiffe antreiben?

Auch die lokale Presse nahm das Thema auf. So berichtete z.B. der Stadtspiegel in seiner Wochenendausgabe vom 09.07.2016: Stadtspiegel vom 09.07.2016



30.06.16: Umweltminister Remmel eröffnet unseren Solarpark in Dortmund-Grevel

Auf einer ehemaligen Hausmülldeponie in Dortmund-Grevel eröffnete NRW-Umweltminister Remmel heute (30.06.2016) unseren Solarpark. "Die Solarenergie ist ein wichtiger Baustein, um die Klimaschutzziele zu erreichen", so der Minister. So betonte der Erbauer der PV-Anlage, Hr. Röttger von der Fa. Entegro aus Fröndenberg, dass mit dieser Anlage jährlich ca. 500.000 Liter Heizöl eingespart werden könnten.

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Dazu werden 14.592 Solarmodule benötigt, die zusammen eine Leistung von 2,4 Megawatt erbringen. Sie belegen drei Hektar Fläche einer ehemaligen Deponie, die nun sinnvoll genutzt werden kann.

Die Investionen für die Anlage betragen 2,4 Millionen Euro. Diese Kosten stemmen eine Betreiber GmbH, an der zu 25% eine von Renergie Ruhr-Hellweg initiierte GbR beteiligt ist. Mit 50% ist die "UNsere Energiegenossenschaft" aus Unna dabei, der Rest ist in der Hand der Fa. Entegro. Dem Erbauer der Anlage war sehr wichtig, dass eine breite Bürgerschaft sich beteiligen konnte.

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Bernd Molitor
Renergie Ruhr-­Hellweg
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Dr. Rumphorst
UNsere Energie­genossen­schaft

In ihren Reden wiesen Vertreter der Betreiber GmbH darauf hin, dass sich die Bedingungen für durch Bürger erbaute Anlagen in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert haben. Sie baten den anwesenden Minister darauf hin zu wirken, dass die Energiewende nicht vollends abgewürgt wird.

Aber erstmal wünschen wir der Solaranlage viele sonnige Tage, damit sie weiterhin (sie erzeugt bereits seit April diesen Jahres Strom) ihren Beitrag zum Klimaschutz liefern kann.

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Renergie bei den Blumen Kunst Tagen in Fröndenberg

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Vom 11. bis zum 18. Mai 2016 finden in Fröndenberg die Blumen Kunst Tage statt. Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg hat sich auch mit einem Arrangement beteiligt und versucht mit vielen Blumen einen sonnigen Akzent zu setzen. Unsere Sonnenblumen können Sie auf der Wiese vor der Post finden.

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27.04.16: Renergie 5 GbR für Solarpark Grevel gegründet

Mit Unterstützung des Vereins Renergie Ruhr-Hellweg wurde nun die fünfte Bürgerbeteiligungs-Gesellschaft gegründet. Am 27.04.16 gründeten Bürger der Region eine GbR, die sich am Solarpark in Grevel zu 25% beteiligt.

Der Solarpark Grevel in Dortmund ist eine 2,4 MW-Photovoltaik Anlage, die auf der ehemaligen Hausmülldeponie im äußersten Dortmunder Norden erbaut wurde. Der Park besteht aus 14.592 Solarmodulen und wird an das Mittelspannungsnetz der DEW angebunden. Der Park versorgt etwa 950 Haushalte mit Strom. Er erspart der Umwelt jährlich ca. 1.150 Tonnen CO2 oder 450.000 Liter Öl, wenn man den Strom in einem modernen Ölkraftwerk produzieren würde.

Der Solarpark erzeugt bereits seit Ende April 2016 Strom.



Presseberichte zur Veranstaltung am 12.11.15 - Lokale Energiewende

Hellweger Anzeiger



12.11.15: Lokale Energiewende - Unsere Chance für die Zukunft: Einladung zur Infoveranstaltung

Wir laden herzlich zu unserer Informationsveranstaltung "Lokale Energiewende - Unsere Chance für die Zukunft" am Donnerstag, den 12. November um 18 Uhr in den Räumen der Stadtwerke Fröndenberg ein. Weitere Details: hier.

Der Verein Renergie Ruhr Hellweg hat sich im letzten Jahr intensiv im LEADER-Projekt Börde trifft Ruhr eingebracht und hat sicherlich auch einen gewissen Anteil, dass die fünf Kommunen Werl, Welver, Wickede, Ense und Fröndenberg LEADER-Region geworden sind und somit beträchtliche Gelder zur Förderung des ländlichen Raum erwarten dürfen.

Wir als Verein haben im LEADER-Projekt die Idee der Schaffung und Betreibung einer Bürger-Energieagentur eingebracht. Aufgabe dieser Bürger-Energieagentur ist es, Projekte zur regenerativen dezentralen und lokalen Energieerzeugung zu ermöglichen. Dies soll mit den lokalen Stadtwerken und durch aktive Bürgerbeteiligung ermöglicht werden. Gute Vernetzung und eine transparente Informationspolitik sind Grundvoraussetzung für das Gelingen.

Bestimmte Regionen in Deutschland und NRW haben sich bereits vor Jahren aufgemacht, Energiekonzepte aufzustellen, mit dem Ziel alle benötigte Energie in nicht allzu ferner Zukunft zu 100 % durch erneuerbare Energien selbst vor Ort zu erzeugen. Eine solche Region ist der Kreis Steinfurt. Wir haben den Leiter des Amtes für Umweltschutz und Nachhaltigkeit des Zukunftskreises Steinfurt eingeladen, uns von den Ideen und den bisherigen Erfolgen ihrer Mission zu berichten. Wir erhoffen uns hiervon, dass ein Initialfunke auch in unsere Region überspringt und dass unsere Kommunen dies auch als Chance für den ländlichen Raum begreifen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und bitten Sie diese Einladung an Interessierte weiterzuleiten.



17.09.15: Renergie besucht den Zukunftskreis Steinfurt

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg besucht den Kreis Steinfurt, einer der Vorzeigeregionen für lokalen aktiven Klimaschutz in NRW.

Der Kreis Steinfurt ist schon seit vielen Jahren überaus aktiv und betreibt in einem eigenen Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine Organisations- und Informationszentrale, die die Belange einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Kreis fördert und strukturiert.

Hier wurde die Vision "Energieland 2050" entwickelt. Bis zu dieser Zeit möchte der Kreis Steinfurt so viel nachhaltige Energie erzeugen, wie selbst verbraucht wird. Dann will man unabhängig sein von außerregionalen Versorgern.

Die Vereinsmitglieder von Renergie Ruhr Hellweg wollen sich von diesen Ideen inspirieren lassen. Sie möchten hieraus Motivation schöpfen für ihre Projektidee einer Bürgerenergieagentur, die sie im Leaderprojekt "Börde trifft Ruhr" eingebracht haben.

Am Donnerstag, den 17.09. sind sie von 15:00 bis 18:00 Uhr im Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt und lassen sich hier Projekte, Initiativen und Leitlinien des – in eigener Bezeichnung – Zukunftskreises Steinfurt vorstellen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen mitzufahren. Der Verein bietet Mitfahrgelegenheiten ab Fröndenberg. Abfahrt ist um 13:30 Uhr am Rathaus in Fröndenberg. Die Rückkehr ist für ca.19:30 Uhr vorgesehen. Wir bitten um Anmeldung unter info@renergie-ruhr-hellweg.de.

Der Verein plant eine öffentliche Informationsveranstaltung in Fröndenberg zum Thema lokale Energiewende. Sie soll Mitte November 2015 stattfinden.



25.03.15: Hauptversammlung Renergie

Die diesjährige Hauptversammlung fand am 25.03.15 in der Gäststätte Haeseler in Frömern statt.

Hr. Molitor, Vereinsvorsitzender, stellte den Geschäftsbericht 2014 vor. Darin fanden besondere Beachtung die zahlreichen Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit und der Status der vier bisher realisierten Bürgersolaranlagen.

In diesem Jahr standen wieder die Vorstandswahlen an: Gewählt wurden:

  • B. Molitor (Vorsitzender)
  • H.-G. Scholz (2. Vorsitzender)
  • H.-J. Karnatz (Schatzmeister)
  • J. Kramer (Beisitzer)

Als Kassenprüfer wurden gewählt:

  • D. Herrmann
  • S. Venus

Im Anschluss gab B. Molitor einen Ausblick auf die geplanten, bzw. möglichen Aktivitäten in 2015.

Das Protokoll zur Versammlung kann hier, der Geschäftsbericht hier eingesehen werden.